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Kita differenzsensibel!

Kontaktdaten

FITT-Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gemeinnützige GmbH
Saaruferstr. 16
66117 Saarbrücken
Tel: 0681 585040
fitt(at)fitt.de
www.kita-differenzsensibel.de


Themenfeld

Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter


Projektziele

Das Modellprojekt verfolgt insgesamt sechs Hauptziele:

  1. Mit einer Explorationsstudie - Befragungen von pädagogischen Fachkräften und Familien sowie der Auswertung von rund 70 Kinderbefragungen - soll die einrichtungsbezogene Ausgangslage eruiert und auch für die Fachöffentlichkeit Erkenntnisse gewonnen werden, was die Themen Heterogenität, Diskriminierung und Partizipation in der frühen Bildung betrifft.
  2. Die Stärkung von Kindern in Kindertageseinrichtungen in einem selbstbewussten, differenzsensiblen und diskriminierungskritischen Aufwachsen in einer demokratischen und vielfältigen Gesellschaft
  3. Die Sensibilisierung pädagogischer Fachkräfte in sechs Modellkitas für Heterogenität sowie die Entwicklung einer entsprechenden Konzeption
  4. Die Stärkung von Familien in einem kompetenten Umgang mit Heterogenität und Diskriminierung
  5. Die Einbindung von Trägern, Politik und Entscheidungsträgern, um einen kontinuierlichen Blick auf Praxis- und Transferbedarfe und Rahmenbedingungen zu lenken
  6. Es werden konkrete Praxis-Transferprodukte entwickelt, wie Anregungen für angemessenes Material, Kommunikationsanlässe, Partizipationsstrukturen. Das Einbringen der Ergebnisse in die Hochschullehre, die Verbreitung mit Fachpublikationen und eine Fachtagung sollen den Transfer unterstützen.

 

 


Handlungskonzept

Im Kern geht es um einen zielgruppenübergreifenden Antidiskriminierungsansatz, bei dem der Anti Bias und der Social Justice-Ansatz die theoretische Basis bilden. Ergänzt wird dies durch die Maxime, dass Menschen ein Recht auf Nicht-Diskriminierung zusteht, d. h. Antidiskriminierung und Demokratie nicht nur normative Größen sind, sondern auch gesetzlich abgesichert sind.

Die Arbeit mit den sechs Kindertagesstätten wird in Form von Fortbildungen und Trainings umgesetzt. Zentral ist die Prozessbegleitung der beteiligten Modellkitas. Die Arbeit mit den Familien soll aus einer Mischung aus Beratung, Workshops und Gesprächsrunden bestehen. Die Zusammenarbeit mit (Entscheidungs)trägern wird in Form eines Beirats realisiert, der einerseits über die Erkenntnisse aus dem Modellprojekt informiert, andererseits Praxisbedarfe eruiert und sich kontinuierlich mit der Frage nach Transfer der Erkenntnisse und Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen beschäftigt.

Mit einer Explorationsstudie, d. h. einer Befragungen von pädagogischen Fachkräften und Familien sowie einer Auswertung von rund 70 Kinderbefragungen werden für die Fachöffentlichkeit Erkenntnisse gewonnen, was die Themen Heterogenität, Diskriminierung und Partizipation in der frühen Bildung betrifft. Über die Projektlaufzeit soll ein Kompetenzkatalog "Fachkraft für differenzsensible frühe Pädagogik" entwickelt werden.

Mit dem Modellprojekt sollen konkrete Praxismodule für die Arbeit mit Kindern und Familien entwickelt werden, die als transferfähige Produkte aufbereitet werden (Dokumente, Handreichungen, Audio-Videodateien etc.). Die Fachöffentlichkeit soll mit einer Fachtagung und Fachpublikationen erreicht werden; in Ausbildung/Studium befindliche pädagogische Fachkräfte über Lehre und Ausbildung.

Kooperationspartnerinnen und -partner sind die Stadt Merzig, die Stadt Völkingen, der Verbund evangelischer Kindertagesseinrichtungen im Saarland, die Katholische KiTa gGmbH und die cts. Kooperationen mit den saarländischen Ministerien werden angestrebt. Das Modellprojekt wird wissenschaftlich begleitet durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (Prof. Dr. Iris Ruppin und Prof. Dr. Dieter Filsinger).