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Kicks für alle!

Kontaktdaten

„Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene soziale Arbeit“ (KoFaS) gGmbH
Oberstraße 13a
30167 Hannover
Tel: 0162 80 29 035
robert.claus(at)kofas-ggmbh.de
www.kicks-fuer-alle.de


Themenfeld

Homosexuellen- und Transfeindlichkeit


Projektziele

Fußballfankulturen bilden äußerst attraktive Orte des Peer-to-Peer-Lernens für Jugendliche.  Dabei sind es mehrheitlich männliche Fußballfans, die das Stadion besuchen. Auch bei den Ultras, derzeit eine der größten Jugendkulturen in Deutschland, finden sich überwiegend männliche Jugendliche wieder. Teilweise sind Mädchen und junge Frauen explizit ausgeschlossen aus Ultragruppen, in anderen übernehmen sie eine Reihe an unterschiedlichen Rollen. Dementsprechend sind es vor allem junge Männer, die die Fanprojekte und deren sozialpädagogische Angebote nutzen. Doch obwohl Fanszenen deutlich von geschlechtlichen Dynamiken geprägt sind, blieben geschlechterreflektierende Ansätze sowie eine Auseinandersetzung mit Homosexuellen- und Transfeindlichkeit in der Arbeit zu Themen wie Gewalt, Rechtsextremismus und Diskriminierung bisher unterbeleuchtet.

In dem Modellprojekt „Kicks für Alle! Fußball. Fanszenen. Geschlechtervielfalt.“ sollen Fußballfanszenen aus einer Geschlechterperspektive betrachtet werden. Die zentrale Frage dabei lautet: Welche Chancen und Potentiale für die sozialpädagogische Arbeit liegen in einem geschärften sowie hinterfragenden Blick auf Geschlecht und Identität? Demnach sind die Hauptziele des Modellprojekts, die pädagogischen Bedarfe für die Arbeit mit jungen Fußballfans zu ermitteln, die pädagogischen Fachkräfte in den Fanprojekten für geschlechterreflektierte Jugendarbeit zu qualifizieren und durch gezielte Weiterbildungsmodule fortzubilden. Letztlich soll das Projekt dazu beitragen, durch einen Theorie-Praxis-Transfer, Vielfalt in Fußballfanszenen zu fördern und Homosexuellen- und Transfeindlichkeit entgegenzutreten.


Handlungskonzept

Die Umsetzung des Projekts erfolgt in verschiedenen Etappen und wird verschiedene Maßnahmen und Angebote umfassen. Im ersten Projekthalbjahr sollen der Ist-Zustand der Arbeit mit Fußballfans und Bedarfe der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhoben werden. Dies ist enorm wichtig, um bestehende Ansätze im Feld aufzugreifen und gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren weiterzuentwickeln.

In Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle der Fußballfanprojekte (KOS) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) sollen im Anschluss Weiterbildungsmaßnahmen und Workshops für Fanprojektler/-innen zu relevanten Themen (Bspw. Empowernde Mädchenarbeit, Männlichkeiten, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit, etc.) erarbeitet und angeboten werden. Sie sollen zur Qualifizierung für geschlechterreflektierende Jugendarbeit beitragen und somit die pädagogischen Fachkräfte in ihrer Arbeit unterstützen. Begleitend dazu wird eine Handreichung zum Thema Geschlechtervielfalt in Fußballfanszenen erstellt.

Neben der Arbeit mit den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, ist auch nicht-textuelle Arbeit geplant. So soll die Öffentlichkeit bis Projektende durch den Einsatz verschiedener Medien (z.B. durch Videoproduktion) über Geschlechtervielfalt in Fußballfanszenen informiert werden. Außerdem wird zu Projektabschluss eine Fachkonferenz durchgeführt, auf der die Fachöffentlichkeit über die Ergebnisse und Veröffentlichung informiert wird.
Durch die Fortbildungsangebote für päd. Fachkräfte werden die Themen Homosexuellen- und Transfeindlichkeit, sowie geschlechterreflektierte Jugendarbeit stärker in der professionellen sozialpädagogischen Arbeit mit den Fanszenen etabliert.