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Islam im Saarland - saarländischer Islam?

Kontaktdaten

FITT-Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gemeinnützige GmbH
Saaruferstraße 16
66117 Saarbrücken
Tel: 0681 58 50 40
fitt(at)fitt.de
http://fad-saar.de/projekte/isaar/


Themenfeld

Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit


Projektziele

Ziel des Projektes ist es, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene mit der Situation des Islam in Deutschland, insbesondere im Saarland, auseinandersetzen. Hierbei sollen sie sich mit der eigenen Haltung auseinandersetzen und durch die Entwicklung von Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit wirken sie auch auf den öffentlichen Diskurs.

Im Einzelnen soll folgendes erreicht werden:

  • Abbau stereotyper Fremd- und Selbstbilder von Muslima und Muslimen
  • Förderung differenzierter Wahrnehmung muslimischer Lebenswelten
  • Förderung der Partizipation und der Wahrnehmung des Rechts auf Nichtdiskriminierung von Muslima und Muslimen
  • Nachhaltige Verankerung eines differenzierten Islambildes, Prävention islamfeindlicher Haltungen
  • Nachhaltige Verankerung diskriminierungsbewusster Jugendarbeit zur Prävention menschenfeindlicher Haltungen
  • „Agenda-Setting“ – „Islam im Saarland – saarländischer Islam?“

Handlungskonzept

Bei der Projektumsetzung soll mit unterschiedlichen Zielgruppen gearbeitet werden. Neben der Hauptzielgruppe, Jugendliche mit oder ohne muslimische Religionszugehörigkeit sollen Multiplikator/-innen aus der Jugend- und Bildungsarbeit sowie politische und zivile Entscheidungsträger/-innen erreicht werden.

Die Arbeit mit den Jugendlichen verbindet klassische Methoden der Jugendarbeit mit Methoden aus dem Bereich der Antidiskriminierungsarbeit und Interkultureller Kompetenz. Die Entwicklung der Schulungsmodule sowohl für Multiplikator/-innen als auch für Schulen wird auf Workshop- und Schulungsmethoden der Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit beruhen. Ein wichtiger Baustein, sowohl in der Arbeit mit den Jugendlichen, als auch in der Arbeit mit den Multiplikator/-innen wird eine Diskurs- und Medienanalyse sein. Hierbei geht es darum, aktuelle Diskurse und Berichterstattungen zu analysieren und ihre Quellen und Hintergründe zu beleuchten.

Ein weiterer wichtiger Baustein wird in der Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung liegen. Hier wird es darum gehen, die entwickelten Ergebnisse/Produkte der Jugendlichen möglichst öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und darüber hinaus durch gezielte Aktivitäten den öffentlichen Diskurs kontinuierlich aktiv zu gestalten. Neben der Arbeit in den Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit soll mit der Einrichtung eines Dialogforums „Islam im Saarland – saarländischer Islam?“ das Thema auf die Agenda saarländischer Entscheidungsträger/-innen gesetzt werden. Weiterhin wird eine Antidiskriminierungsberatung für Betroffene von Diskriminierung aufgrund (vermeintlicher) muslimischer Religionsangehörigkeit angeboten.

Von den langfristig und nachhaltig angelegten Projektansätzen erhofft sich der Projektträger eine Fundierung diskriminierungsbewusster Haltungen und Ansätze der Jugendarbeit, die auch nach dem Projekt weitergeführt werden und so präventiv menschenfeindlichen Haltungen entgegenwirken.