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"Hier. Bewegen. Wir!"

Kontaktdaten

Aktion Zivilcourage e. V.
Lange Straße 43
01796 Pirna
Tel: 03501 779 11 44, 03501 46 08 80
m.merker(at)aktion-zivilcourage.de
http://www.aktion-zivilcourage.de/HierbewegenWir.4224/


Themenfeld

Demokratiestärkung im ländlichen Raum


Projektziele

Das Modellprojekt „Hier. Bewegen. Wir!" will jungen Menschen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eine Stimme zur Mitgestaltung ihrer Region geben und die Selbstorganisation Jugendlicher im ländlichen Raum fördern.

Ziel ist es, gemeinsam mit Jugendlichen die Handlungsbedarfe vor Ort zu identifizieren und nachhaltig zu bearbeiten. Jugendliche aus der Region, kommunale Verantwortungsträger sowie Kooperationspartner aus der Arbeit mit Jugendlichen sollen sich vernetzen, um tragfähige, jugendgerechte Beteiligungsstrukturen für die Region umzusetzen („Jugendforum“). Die Mitglieder des Jugendforums wirken als Mittler in ihre Gleichaltrigen-Gruppen hinein und nehmen Einfluss auf die vorhandenen Einstellungsmuster der Jugendlichen. Ebenso werden Mitglieder des Jugendforums gezielt gefördert und als Expertinnen und Experten in entsprechende landkreisweite Foren (Ausschüsse, Räte, Konferenzen) entsendet. Der Stimme der Jugendlichen wird damit Gewicht verliehen.

Die in dem Modellprojekt erzielten jugendpolitischen Ergebnisse werden in den Kommunen nachhaltig verankert und nach Projektende weiterhin durch die Regelstrukturen der Jugendhilfe begleitet.


Handlungskonzept

In der Modellregion sind gruppenbezogen-menschenfeindliche und rechtsextreme Einstellungen über den rechten Rand der Gesellschaft verbreitet. Vereinzelt wachsen Kinder einer neuen Generation heran, die das rechtsextreme Gedankengut ihrer Eltern und älteren Geschwister internalisiert haben und nicht hinterfragen. Jugendlichen fehlen die Möglichkeiten, in ihrer Region das öffentliche Leben mitzugestalten. Einem präventiv-pädagogischen Ansatz folgend, soll das Modellprojekt „Hier. Bewegen. Wir!“ langfristig wirken und bei den erklärten Zielgruppen Einstellungen und Verhaltensweisen ändern.

1.    Vernetzen
Das Modellprojekt arbeitet unter anderem mit Vereinen und Verbänden, Initiativen, Bildungseinrichtungen, kommunalen Verantwortungsträgern, Jugendclubs, örtlichen Feuerwehren zusammen. Durch diese Vernetzung und über weitere niedrigschwellige (teils erlebnispädagogische) Angebote soll ein breiter Querschnitt der Jugendlichen zur Mitarbeit motiviert werden.

2.    Identifizieren von Handlungsbedarfen
In Jugendkonferenzen, eigenen Arbeitsgruppen und Projekten zur Sozialraumanalyse entwickeln Jugendliche eigene Handlungsprioritäten und –bedarfe. Die Projektideen des Jugendforums werden stets auf ihre Praktikabilität hin überprüft. Im demokratischen Aushandlungsprozess entscheiden sich die Jugendlichen für umzusetzende Maßnahmen.

3.    Beteiligung ermöglichen
Jugendliche werden befähigt, sich in ihrer Region zu beteiligen. Dazu erwerben Jugendliche entsprechende Kompetenzen (mittels Workshops, Schulungen, eigener Gruppenarbeit etc), die sie in Fachkräfteforen nutzen und an andere Jugendliche weitergeben.

Darüber hinaus werden die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Jugendlichen für die Bedarfe von jungen Menschen sensibilisiert. Kommunale Verantwortungsträger und zivilgesellschaftliche Kooperationspartner wirken mit den Jugendlichen zusammen, um jugendgerechte Beteiligungsstrukturen dauerhaft zu schaffen.

Das Modellprojekt möchte Jugendpolitik und Beteiligung aus der Perspektive der Jugendlichen gestalten. Es bietet die Chance, jugendgerechte Strukturen in einer ländlichen Region aufzubauen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Eigene Zwischenberichte und Evaluationen sorgen dafür, dass die Ergebnisse des Modellprojekts von anderen Projekten weiterverwendet werden können.