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"Film ab - Mut an!" - Systemisches capacity building gegen Alltagsrassismus.

Kontaktdaten

Friedenskreis Halle e. V.
Große Klausstr. 11
06108 Halle (Saale)
Tel: 0345 27980710
info(at)friedenskreis-halle.de

www.film-ab-mut-an.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Das Projekt hat die Thematisierung von Alltagsrassismus sowie einen bedarfsorientierten Umgang damit zum Ziel. Davon ausgehend, dass junge Menschen einen bedeutenden Beitrag in der Etablierung einer Kultur des Engagements für die Menschenrechte prägen, will das Projekt Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Rassismuserfahrungen in ihrer Handlungsmacht dahingehend stärken. Das Projekt bietet diesen eine Plattform eigene Erlebnisse mit Alltagsrassismus sichtbar zu machen und zusammen Strategien zu entwickeln, sich dazu zu positionieren bzw. dagegen anzugehen. Über die Arbeit mit Social Media wird eine weitreichende und über den zeitlichen Rahmen des Projekts hinausgehende Thematisierung und Auseinandersetzung der Zielgruppe mit dem Thema Rassismus erwartet.

Der im Modellprojekt entwickelte partizipative Ansatz, nicht nur im Rahmen von Teilnahme und Gestaltung sondern ebenso bei der Konzeption, wie auch der Einsatz der Medien Film und Social Media soll nach erfolgreicher Erprobung auf weitere Träger der Jugendarbeit übertragbar sein.


Handlungskonzept

Partizipativ werden mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Kurzfilme gedreht, die von ihnen erlebte alltagsrassistische Situationen aufgreifen. In rassismuskritischen Workshops zu zivilcouragiertem Handeln werden zusammen mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Handlungsstrategien entwickelt, welche in den Kurzfilmen aufgegriffen werden. Über soziale Medien wird versuchet, einen Peer-to-Peer-Effekt zu erzeugen, der zu couragiertem Handeln in den Rollen der Betroffenen als auch der Bystander ermutigt.

Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Rassismuserfahrung soll des Weiteren eine tiefere Partizipation und Empowerment möglich sein, indem sie an einer Fortbildung für Teamerinnen und Teamer teilnehmen und daraufhin in Tandems rassismuskritische Film-Workshops gestalten und durchführen.

Mit dem Ziel, diverse bzw. rassismuskritische Perspektiven in das Projekt miteinzubeziehen, ist ein Konzeptionstreffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche an der Fortbildung teilgenommen haben, mit rassismuskritischen Trainerinnen und Trainern sowie des Filmteams geplant, bei dem das bisherige Format der Film-Workshops evaluiert wird.

Neben einer mehrtägigen Methoden-Fortbildung und des bereits erwähnten Konzeptionstreffens soll es parallel inhaltliche Workshops zum Thema Rassismus, Zivilcourage und Social Media geben, sowie die bereits bestehende Filmgruppe weiterlaufen.

Des Weiteren werden Workshops für Pädagoginnen und Pädagogen aus dem außerschulischen und schulischen Bereich organisiert, in denen für strukturellen Rassismus und Diskriminierung sensibilisiert wird sowie Handlungsstrategien für das eigene berufliche Umfeld im systemischen Blick erarbeitet werden.

Das Projekt verbindet bei seiner Arbeit Ansätze in Richtung Mehrsprachigkeit, Rassismuskritik, Diversity und Zivilcourage. Obwohl innovativ, hält das Modellprojekt zugleich an dem bewährten Konzept der partizipativen Entwicklung eines diversen Teams fest.