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Diversity Box - Ein Projekt zur Akzeptanz und Anerkennung von sexueller Vielfalt

Kontaktdaten

Archiv der Jugendkulturen e. V.
Fidicinstraße 3
10965 Berlin
Tel: 030 69 42 934
archiv(at)jugendkulturen.de
http://diversitybox.jugendkulturen.de


Themenfeld

Homosexuellen- und Transfeindlichkeit


Projektziele

Das Modellprojekt „Diversity Box“ beschäftigt sich mit der Akzeptanz und Anerkennung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt unter Bezugnahme auf homosexuellen- und transfeindliche Diskurse und Einstellungen in Jugendkulturen und der Gesamtgesellschaft. Ziel ist es über homosexuellen- und transfeindliche Vorurteile und stereotype Geschlechterrollen aufzuklären und für mehr Sensibilisierung, Wissen bei Jugendlichen und Erwachsenen zu sorgen. Im Projekt soll über neue, jugendkulturelle und medienpädagogische Methoden das Themenfeld kreativ, kooperativ und in direkter Interaktion erarbeitet werden. 

Zudem geht es um die stärkere und generationenübergreifende Verankerungen der Gleichwertigkeit von Homosexuellen und Trans*Menschen in der Gesellschaft sowie das Aufzeigen und gemeinsame Erarbeiten und Erproben von kreativen Handlungsoptionen für einen diskriminierungsfreien Umgang untereinander.

Über Multiplikator*innenfortbildungen, Infoveranstaltungen für Eltern und weitere relevante Akteur*innen soll die Vernetzung und ein Informations- und Wissenstransfer aus den Projekterkenntnissen zu Homosexuellen- und Transfeindlichkeit erzielt werden, so dass nach Ende des Projekts zum Thema weiter gearbeitet werden kann und konkrete Handlungsmöglichkeiten aus dem Projekt erprobt werden.


Handlungskonzept

Das Projekt setzt bei der Vielfalt und den emanzipatorischen und kreativen Ausdrucksweisen und teilweise homosexuellen Wurzeln von Jugendkulturen an. Auch sollen oft unbekannte Szene- Initiativen, Künstler*innen und Musiker*innen in und außerhalb der Jugendkulturen durch das Projekt sichtbarer gemacht werden, die sich gegen Diskriminierung und für die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt einsetzen.

Hauptzielgruppe sind junge Menschen ab 12 Jahren. Denn mit Beginn der Pubertät geht nicht nur die Identitätsfindung, sondern auch eine verstärkte Auseinandersetzung mit sexuellen Orientierungen einher. Zielgruppe sind außerdem junge homosexuelle oder transsexuelle Menschen, die in ihrer Identitätsfindung unterstützt und gestärkt werden sollen (Empowerment-Ansatz).

Durch die Kombination von jugendkulturellen und medienpädagogischen Methoden, die kreativ und kooperativ angelegt sind, mit Ansätzen der Diversity- und Anti-Bias- Pädagogik, angeleitet durch ein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt einstehendes Team aus Szene- Vertreter*innen und Medienschaffenden.

Dazu bietet das Projekt jugendkulturelle und medienpädagogische Workshops wie Rap, DJing, Graffiti / Streetart, Theater, Video, Fotografie, Comic / Manga und Fanzines an. Geplant sind Projekttage an Schulen, bei denen gemeinsam mit Jugendlichen Workshop-Ergebnisse in Form von Songs, Filmen, Fotostrecken, Theaterstücken, Graffiti- / Streetart-Erzeugnissen und Comic-, Manga- oder Fanzine- Heften entstehen. Die Workshop- Ergebnisse können dann im Rahmen von Ausstellungen, Plakat- und Postkartenaktionen oder Festivals präsentiert werden. Darüber hinaus werden Multiplikator*innenfortbildungen, Barcamps zur Vernetzung von Initiativen, die zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt arbeiten sowie Infoveranstaltungen für Eltern und weitere relevante Akteur*innen angeboten. Die Angebote sollen in Niedersachsen, Berlin, Baden- Württemberg und Sachsen- Anhalt sowie auf Nachfrage bundesweit stattfinden.