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Demokratie und Integration in Sachsen-Anhalt (DISA)

Kontaktdaten

ARBEIT UND LEBEN Bildungsvereinigung Sachsen-Anhalt e. V.
Stresemannstraße 18/19
39104 Magdeburg
Tel: 0391 62 34 95
info(at)arbeitundleben.org
www.arbeitundleben.info/fachbereiche/index.php?toc=188&projekt=37


Themenfeld

Demokratiestärkung im ländlichen Raum


Projektziele

Das Projekt DISA möchte im ländlichen Raum modellhaft Kindergärten und Schulen vernetzen. Im ländlichen Raum sind dies wichtige Orte der Begegnung. Damit sind sie Ausgangspunkt, um gesellschaftlich wichtige Themen wie Demokratieentwicklung und Rechtsextremismusprävention zu platzieren und breite Schichten zu erreichen.

Durch dieses Angebot soll auf gesellschaftliche Entwicklungen wie Demokratiemüdigkeit und bestehende Ausgrenzungsphänomene reagiert werden. Das Modellprojekt legt sein Hauptaugenmerk auf die Arbeit mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter und deren  pädagogischem Umfeld. Dadurch soll die demokratische Teilhabe von Kindern in Kitas, Horten und  Grundschulen im ländlichen Raum stärker gefördert werden und der respektvolle Umgang mit Unterschieden zwischen Menschen, aber auch mögliche Bildungsungleichheiten viel stärker als bisher zum Thema gemacht werden.

Die teilnehmenden Einrichtungen sind eingeladen sich als gesamte  Organisationen zu entwickeln, ihre  Konzeptionen hinsichtlich des demokratischen Lernens und des  Umgangs mit Vielfalt auf den Prüfstand zu stellen und zusammen mit Eltern und Kindern praktische  Umsetzungen zu erproben. Darüber hinaus hat das Projekt DISA zum Ziel, Erfahrungen aus den  Einrichtungen für andere Organisationen nutzbar zu machen und die Pädagoginnen und Pädagogen durch den  Austausch mit Integrationskoordinatorinnen und – koordinatoren sowie anderen Fachexperten in ihrer Arbeit zu professionalisieren.


Handlungskonzept

Das Vorgehen im Modellprojekt DISA ist geprägt von einem partizipationsorientierten Ansatz. Die Gewinnung der Einrichtungen erfolgt mittels spezifischer Ansprache und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Regelstrukturen. Im Fokus des Projektes  stehen die inhaltliche Begleitung und Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften und Eltern in Form von Fort- und Weiterbildungen und Praxisbegleitungen zu den Themen Diversity-Pädagogik und Demokratiepädagogik.

Die Einrichtungen können zu Beginn des Projektes wählen, wie intensiv sie zu den Themen Demokratie und Vielfalt arbeiten möchten. Eine Einrichtung kann einzelne Sensibisilierungs- oder Fortbildungsbausteine buchen, ohne an einer weiteren Begleitung teilzunehmen.  Eine zweite Möglichkeit ist die langfristige Prozessbegleitung mit integrierten Fortbildungsmodulen. Hierbei trifft sich ein Team mindestens sechsmal innerhalb eines Jahres und erarbeitet ein Praxisvorhaben, welches gemeinsam umgesetzt und reflektiert wird. Die zu bearbeitenden Inhalte bzw. der Umfang dieser konzeptionellen oder projektorientierten Arbeit werden mit den Einrichtungen abgestimmt und richten sich nach deren Bedarfen und Möglichkeiten.

Im Verlauf des Projektes entwickeln sich zudem sechs Einrichtungen zu Modell- bzw. Konsultationseinrichtungen, die intensiver begleitet werden und zu einem späteren Projektzeitpunkt für andere Einrichtungen Konsultationen anbieten, mit dem Ziel, Erfahrungen und Best-Practice-Ansätze auszutauschen. Zudem arbeiten KoordinatorIinnen und Koordinatoren aus den Einrichtungen in regional und landesweit aktiven Multiplikations-Netzwerken mit. Hier soll das gewonnene KnowHow in Bezug auf Integration, Partizipation, Diversity-Management und Organisationsentwicklung an die Multiplikationspartner weitergegeben und mit diesen weiterentwickelt werden. In Kooperation mit  der Hochschule Magdeburg-Stendal ist eine Professionalisierung der Handlungsansätze geplant.