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Bildungsbausteine gegen Muslimfeindschaft

Kontaktdaten

"IKON" Institut Sozialer Wandel und Kohäsionsforschung; Fakultät Soziale Arbeit, Hochschule Landshut, Hochschule für angewandte Wissenschaften
Am Lurzenhof 1
84036 Landshut
Tel: 0871 50 60
oezdogan(at)haw-landshut.de
https://www.haw-landshut.de/forschung/sozialer-wandel-und-kohaesionsforschung/forschungsprojekte.html


Themenfeld

Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit


Projektziele

Im Rahmen des Modellprojektes werden Bildungsprogramme gegen Muslimfeindschaft und antimuslimischen Rassismus für Jugendliche sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren entwickelt und umgesetzt. Mit dem Vorhaben wird im Rahmen von politischer Bildungsarbeit an Schulen und in Jugendhilfeeinrichtungen für Jugendliche von 14 bis 27 Jahre sowie im Rahmen für Fortbildung von Pädagoginnen und Pädagogen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ein nachhaltiger und präventiver Beitrag gegen Muslimfeindschaft und Polarisierung in unserer Gesellschaft geleistet und damit Diskriminierung abgebaut. Die übergeordneten Ziele des Projektes sind:

  • Die Unterstützung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihrer Professionalität in Bezug auf den Umgang mit Stereotypisierungen, kulturalisierten Konflikten und Rassismen
  • Die Anregung zur Selbstreflexion und zur kritischen Auseinandersetzung mit der jeweils eigenen Rolle in der Gesellschaft
  • Die Bewusstwerdung sowie der Abbau antimuslimischer Stereotype und Vorurteile
  • Die Ausbildung von konstruktiver Handlungs- und Konfliktfähigkeit
  • Die Schaffung eines Angebots, in dem Schulungen für Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen und –pädagogen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Kooperation mit einschlägigen Bildungsträgern bundesweit durchgeführt werden

Handlungskonzept

Bei der Durchführung des Projektes werden in Zusammenarbeit mit dem Bildungsteam Berlin-Brandenburg e. V. folgende Schritte realisiert:

  • Durchführung empirischer Sozialforschung zu Muslimfeindschaft und antimuslimischem Rassismus an Moscheen, Schulen und in Jugendhilfeeinrichtungen in Bayern und Berlin-Brandenburg
  • Die Entwicklung eines Bildungsprogramms, d. h. Bildungsmaterialien und Methoden, auf der Basis der Ergebnisse empirischen Erhebung, der Auswertung wissenschaftlicher Literatur und der Analyse relevanter, bereits existierender Bildungsprogramme
  • Die Erprobung des Materials mit den verschiedenen Zielgruppen, sowie die wissenschaftliche Begleitung der Erprobung und die Weiterentwicklung des Konzeptes bzw. des Materials
  • Durchführung von Multiplikatorenschulungen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungseinrichtungen
  • Veröffentlichung der erprobten Bildungsmaterialien in Verbindung mit einer breit angelegte Implementierung des Bildungsprogramms

Gegenüber herkömmlichen Angeboten wird eine belehrende Haltung vermieden und stattdessen eine auf Erfahrung basierende rassismuskritische Bildungsarbeit gestaltet. Hierbei werden Marginalisierungserfahrungen ebenso berücksichtigt wie die Perspektive der Mehrheitsgesellschaft.