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Aktiv gegen rassistische Diskriminierung im lokalen Raum

Kontaktdaten

Opferperspektive e. V.
Rudolf-Breitscheid-Str. 164
14482 Potsdam
Tel: 0331 8170000
info(at)opferperspektive.de

www.antirassismustagung.de


Themenfeld

Rassismus und rassistische Diskriminierung


Projektziele

Hauptziel des Projektes ist der Aufbau eines lokalen Antidiskriminierungsbüros für Betroffene von rassistischer Diskriminierung in der Landeshauptstadt Potsdam. Dieses Büro soll  möglichst vielen Betroffenen konkrete Unterstützung im Einzelfall anbieten und darüber hinaus  als lokaler Akteur im Hinblick auf ein diskriminierungssensibles Umfeld in der Stadt Potsdam agieren.

Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf der Beratung von Geflüchteten und der Intervention bei strukturellen Diskriminierungen liegen. Unser Anspruch ist, dass sich das Beratungsbüro als bekannte Anlaufstelle in den Communities (potentiell) Betroffener sowie als Ansprechpartner für Verwaltung, Stadtpolitik und Bürgerschaft im Feld der Antidiskriminierungsberatung etabliert. Begleitend werden Methoden und Beratungsstandards der Antidiskriminierungsberatung weiter entwickelt bzw. für die Arbeit im lokalen Raum angepasst werden. Für die Beratung von Geflüchteten wird untersucht, welche besonderen Beratungsansätze genutzt und welche besondere Problemlagen für diesen Ratsuchenden berücksichtigt werden müssen. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden  anderen Trägern zur Verfügung gestellt.


Handlungskonzept

Der Arbeit der Antidiskriminierungsberatung liegt ein breiter gefasstes Verständnis von Diskriminierung zugrunde als durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) abgedeckt wird. Das Beratungsbüro versucht so, rassistische Diskriminierungen in ihrer Vielfältigkeit zu erfassen und staatliche Stellen wie Behörden, Polizei oder Schulen oder die Gesetzgebung einzubeziehen. Unsere bisherige Erfahrung zeigt, dass diese Herangehensweise mehr dem Diskriminierungsverständnis von Betroffenen und anderen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren entspricht und damit mehr Anknüpfungsmöglichkeiten bietet. Indem das angestrebte Projekt Beratung, Intervention und politische Lobbyarbeit eng miteinander verknüpft, leistet es einen Beitrag zu einem vertieften Verständnis von Diskriminierung. Gerade in Hinblick auf die aktuelle Einwanderung von Geflüchteten ist dies an vielen Punkten dringend vonnöten.

Die Projektumsetzung orientiert sich zuvorderst an den Erfahrungen und Erkenntnissen, die in der Beratung von Einzelfällen gesammelt werden. Aus der Arbeit mit Betroffenen und diskriminierenden Stellen wird sich ergeben, in welchen Diskriminierungsfeldern über den Einzelfall hinaus Interventionen in diskriminierende Strukturen und politische Aktivitäten sinnvoll werden. Dafür ist eine gute Netzwerkarbeit Grundbedingung. Die Antidiskriminierungsberatung wird vor allem mit migrantischen Selbstorganisationen sowie mit Initiativen und Trägern aus der Migrations- und Willkommensarbeit zusammenarbeiten. Besonders hervorzuheben sind dabei die Kooperationen mit dem Bündnis „Potsdam bekennt Farbe“ und der Servicestelle „Tolerantes und Sicheres Potsdam“, durch die das Projekt auch ko-finanziert wird.

Neben der Beratungsarbeit werden im Rahmen des Projektes u. a. folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Workshop(s) für Freiwillige und Sozialarbeiter*innen und Sozialarbeitern aus der Flüchtlingsarbeit
  • jährliche Sensibilisierungsveranstaltungen zu den Themen Rassismus und Antidiskriminierung
  • Entwicklung einer Handreichung für Betroffenen
  • Durchführung einer Konferenz zum Thema Rassistische Diskriminierung und Antidiskriminierungsarbeit mit Geflüchteten
  • Durchführung eines kommunalpolitischen Fachtags zur Arbeit des Beratungsbüros