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Meinungsbildung im Netz

Sich eine eigene Meinung zu bilden ist gar nicht so leicht: Informationsflut, Fake News und Filterblasen sind nur einige Herausforderungen, vor denen junge Menschen bei ihrer Recherche im Netz stehen. Das Praxismaterial Meinungsbildung vom Modellprojekt "JUGEND PRÄGT" gibt pädagogischen Fachkräften der Jugendarbeit Anregungen und Ideen für die Arbeit zum Thema "Meinungsbildung".

Pinselstrich

In unserem Alltag lassen sich Informationen aus ganz verschiedenen Quellen beziehen. Das Internet spielt für die Suche nach Informationen eine immer bedeutendere Rolle. Es bietet auch die Möglichkeit, sich direkt mit anderen auszutauschen. Dabei wird es immer schwieriger einzuschätzen, welchen Wahrheitsgehalt bestimmte Informationen haben und inwiefern diese uns beeinflussen sollen. In einer komplexen Gesellschaft ist es wichtig, mehrere Perspektiven zu einem Thema zu kennen, um sich selbst verorten zu können. Meinungsbildung kann insbesondere für junge Menschen zu einer Herausforderung werden. Ihr Alltag ist von Medien durchdrungen und sie können leicht den Überblick verlieren.

Die Handreichung "Praxismaterial Meinungsbildung" vom Modellprojekt "JUGEND PRÄGT" gibt pädagogischen Fachkräften in sechs Modulen konkrete Anregungen und Methoden, um mit jungen Menschen zum Thema Meinungsbildung zu arbeiten. Meinungsbildung kann so auf kommunikative, spielerische und gestalterische Art erlebbar gemacht werden. Die kreativen Beteiligungsprozesse sollen junge Menschen darin stärken, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Meinungsbildung spielerisch stärken

Beispielsweise stellt das Modul "Meinung oder Fakt?" ein Interaktionsspiel vor, bei dem die pädagogische Fachkraft verschiedene Beispiele von Aussagen aus verschiedenen Lebensbereichen zeigt. Die Teilnehmenden stimmen jeweils mündlich ab, ob es sich dabei um eine Tatsachenbehauptung oder um eine Meinungsäußerung handelt. Das eingeholte Stimmungsbild wird anschließend gemeinsam reflektiert.

Ein Männchen beobachtet erstaunt den Verlauf eines Chats.
Standbild aus dem Video "Wie geht eigentlich Meinungsbildung im Netz?", Bild: Landesjugendring Thüringen e. V.

In einem weiteren Modul schauen die Teilnehmenden gemeinsam das Video "Wie geht eigentlich Meinungsbildung im Netz?" an, klären Verständnisfragen im Plenum und gehen dann in die Gruppenarbeit, um sich über Leitfragen zum Video auszutauschen. Diese können unter anderem lauten: "Ist euch in einer Chatgruppe schon mal ein Thema untergekommen, bei dem ihr nicht recht wusstet, ob es wahr ist oder nicht? Wie seid ihr damit umgegangen?" Danach stellen die Gruppen ihre Antworten den anderen Teilnehmenden vor, so dass der Austausch zu den Leitfragen im Plenum entsteht.

In dem Modul "Meinungsmache – Manipulationen erkennen" erstellen die Teilnehmenden ein kurzes Online-Video. Dabei sollen sie bewusst versuchen, Meinungen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Anschließend präsentieren sie die Videos im Plenum und werten diese gemeinsam mit Blick auf Meinungsbeeinflussung und -manipulation aus.

Weitere Praxismaterialien entdecken

JUGEND PRÄGT bietet auf der eigenen Internetseite insgesamt drei Praxismaterialien an. Sie beschäftigen sich mit den Themen Wahlen, Meinungsbildung und Partizipation. Mit dem Angebot unterstützt das Modellprojekt Lehrende und Fachkräfte der Jugend(verbands)arbeit. Alle Materialien stehen auf der Projektseite zum kostenlosen Download bereit und können für die schulische wie außerschulische Bildungsarbeit genutzt werden.