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Die Oberhausener Demokratiezeitung

Mit einer Mischung aus Hintergrundberichten, Interviews und Satire bezieht die Oberhausener Demokratiezeitung Position für Respekt und gegen Rassismus.

Pinselstrich

Engagement gegen Rechts hat in Oberhausen eine jahrzehntelange Tradition. Seit 2015 gibt es dort zudem die Partnerschaft für Demokratie Stadt Oberhausen. Um diese noch bekannter zu machen, veröffentlichte das "Antifaschistische Bündnis Oberhausen für Demokratie und Toleranz/Runder Tisch" im September 2020 erstmals die Oberhausener Demokratiezeitung. Mit ihr sollten auch unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt erreicht werden, so Redakteur Dirk Paasch.

Die Titelseite der Oberhausener Demokratiezeitung
Die Titelseite der Oberhausener Demokratiezeitung. Bild: Partnerschaft für Demokratie Stadt Oberhausen

Im Vorfeld der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen verteilte das Bündnis die zwölfseitige Zeitung kostenlos an 100.000 Haushalte und damit an alle Einwohnerinnen und Einwohner Oberhausens. Mit einer ebenso informativen wie unterhaltsamen Mischung aus Berichten, Interviews, Kommentaren und einem Comic wollte die Redaktion Werte wie Respekt, Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt vermitteln. Ziel war laut Dirk Paasch zudem eine hohe Wahrnehmung und Akzeptanz in ganz unterschiedlichen Bevölkerungsschichten.

Vielfältiges Engagement für Demokratie in Oberhausen

Großen Raum in der Zeitung nehmen Beiträge über Aktivitäten für Demokratie und gegen Rechts ein. Darunter befindet sich die seit 30 Jahren an einem Oberhausener Gymnasium tätige "AG Demokratie aktiv" ebenso wie die Vorsitzende des Oberhausener Integrationsrats, Nagihan Erdas, und der schon jahrzehntelang tätige Aktivist Hermann-Josef Schepers.

"Es muss uns klar sein und bewusst werden, dass Rassismus sich nicht nur gegen die Hautfarbe richtet, sondern vielmehr das Andersartige wie z. B. Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache oder sexuelle Orientierung als Bedrohung dargestellt wird."

Nagihan Erdas

Die Demokratiezeitung erinnert zudem an Oberhausens Vergangenheit im Nationalsozialismus: Sie beleuchtet das Leben der jüdischen Familie Lehrer, die von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Außerdem gibt sie Eindrücke jugendlicher Oberhausener Besucher der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wieder.

Aktuelle Herausforderungen

Wichtig war der Redaktion auch der aktuelle Bezug durch einen Beitrag, der auf Verschwörungstheorien, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus während der Corona-Pandemie blickt. Mit einem Augenzwinkern widmen sich hingegen pointierte Kommentare dreier Oberhausener Kabarettistinnen und Kabarettisten aktuellen Herausforderungen.

Drei Bilder aus einem Comic. Zwei Figuren besuchen ein Wahllokal, in dem eine der Demokratie abgeneigte Figur ihren Wahlzettel einwirft
Ausschnitt aus dem Comic "Die Wahlnachts-Geschichte". Bild: Partnerschaft für Demokratie Stadt Oberhausen

Dieser Überblick macht klar: Die Lektüre der Oberhausener Demokratiezeitung kann auch nach der Wahl allen empfohlen werden, die sich für eine lebendige Demokratie interessieren. Die Redaktion wird auch jetzt noch häufig auf die Zeitung angesprochen und plant zur Bundestagswahl 2021 die nächste Ausgabe.

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