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Antimuslimische Gewalt gegen Frauen - Eine Webdokumentation

Die Auswirkungen des Mordes an Marwa El-Sherbini stehen im Zentrum einer neuen Folge der Dokumentationsplattform "Gegen uns".

Pinselstrich

Die Dokumentationsplattform "Gegen uns" befasst sich anhand von individuellen Lebensgeschichten mit rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, mit dem Widerstand dagegen und der Solidarität mit Betroffenen. Im Mittelpunkt der einzelnen Folgen stehen Interviews der Betroffenen, ergänzt durch Fotos, zeitgeschichtliche Dokumente und Hintergrundtexte.

Die Auswirkungen des Mordes an Marwa El-Sherbini werden in der neuesten Episode geschildert: "Antimuslimische Gewalt gegen Frauen: Der Mord an Marwa El-Sherbini". El-Sherbini wurde am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden ermordet. Gegen den Täter hatte sie ein Jahr zuvor Strafantrag gestellt, da er sie und ihr Kind rassistisch beleidigt hatte. Im Berufungsverfahren war sie am Tag des Mordes als Zeugin geladen.

Sechs Frauen schildern in der Webdokumentation, wie der Mord die Situation muslimischer Frauen allgemein und ihr Leben im Speziellen beeinflusst hat. Sie sprechen aber nicht nur von alltäglichen rassistischen Beleidigungen, Diskriminierung und Ablehnung, sondern auch von Gegenwehr und Solidarität.

Eine Frau
Youmna Fouad, Videostandbild aus "Antimuslimische Gewalt gegen Frauen: Der Mord an Marwa El-Sherbini". Bild: Gegen uns

Eingebettet sind die Statements der Frauen in die Schilderung des Lebensweges Marwa El-Sherbinis. Dargestellt werden zudem die Reaktionen auf ihre Ermordung, der Prozess gegen den Mörder und das Gedenken an El-Sherbini. Seit 2015 ist der 1. Juli Tag gegen antimuslimischen Rassismus in Deutschland. Antimuslimischer Rassismus war erstmals im Prozess gegen El-Sherbinis Mörder von der Staatsanwaltschaft als zentrales Tatmotiv benannt worden.

Die Episode "Antimuslimische Gewalt gegen Frauen: Der Mord an Marwa El-Sherbini" wurde im Zusammenarbeit mit der Opferberatung "Support" der RAA Sachsen e. V. umgesetzt, die im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wird.