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Video zur Kampagne "Vorsicht, Vorurteile!"

Volltext-Alternative zum Video

[(Treibende elektronische Musik) Ein junger Mann mit Kopfhörern geht die Straße entlang, bleibt stehen, sieht eine riesige elektronische Werbetafel, darauf das Motiv: „VORURTEILE SIND WIE DIESES PLAKAT. NUR KURZ ZU SEHEN, ABER ALLTÄGLICH!“ Er zieht sein Smartphone aus der Tasche und schaut drauf.]

KOMMENTAR:
„Große Lettern – knallige Farben: Denkanstöße, die mitten im Alltag abrupt unsere Aufmerksamkeit an sich reißen; die uns auf ein Thema stoßen, das in unserem Land zu wenig Beachtung findet: Alltagsrassismus.“

[Währenddessen sind Plakatmotive im Vollbild zu sehen: „VORURTEILE SIND WIE DIESES PLAKAT. TOTAL“, weiter unten: „DANEBEN.“, „VORURTEILE SIND WIE DIESES PLAKAT. NICHT IMMER AUF DEN ERSTEN BLICK ZU ERKENNEN.“ (in sich schlecht vom Hintergrund abhebender Schriftfarbe), „VORURTEILE SIND WIE DIESES PLAKAT. NICHT IMMER AUF DEN ERSTEN BLICK ZU ERKENNEN.“ (in sehr kleiner Schrift), „VORURTEILE SIND WIE DIESES PLAKAT. ÜBERALL UND ECHT STÖREND!“]

[Der junge Mann tippt auf seinem Smartphone, auf der Werbetafel hat das Motiv mit einem elektrischen Britzeln zu einem Foto einer Straße bei Nacht gewechselt.]

KOMMENTAR:
„Von Nicht-Betroffenen kaum bemerkt, oft unbewusst und unbedacht verbreitet, beginnt Rassismus meistens mit Vorurteilen – oft in Schimpfwörtern oder Witzen verpackt.“

[Währenddessen sind in schneller Folge Städtenamen im Vollbild zu sehen: CHEMNITZ, DORTMUND, DUISBURG, GÖTTINGEN, KASSEL, OSNABRÜCK, STUTTGART, FRANKFURT, GIESSEN, GÜSTROW, HAMBURG, MÜNCHEN, KÖLN, BERLIN.]

[Danach sind im Vollbild Fotos aus Städten bei Nacht zu sehen, die Häuserwände zeigen, auf denen Motive der Kampagne wie die obigen zu sehen sind. Dann Fotos aus Bahnhöfen und Stadtfotos bei Tag, ebenfalls mit Motiven der Kampagne.]

KOMMENTAR:
„Es ist wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen: Rassismus ist ein echtes Problem in Deutschland.“

[Währenddessen schaut der junge Mann von der Werbetafel zurück auf sein Smartphone. Als auf der Werbetafel mit einem elektrischen Britzeln das Bild zu einer Darstellung der Website der Kampagne wechselt, schaut er zurück auf die Werbetafel. Er wischt auf seinem Smartphone.]

[Im Vollbild startet auf der Kampagnenseite ein Videoclip: „WO FÄNGT ALLTAGSRASSISMUS AN?“]

[Prof. Dr. Beate Küpper spricht in die Kamera]
[Prof. Dr. Beate Küpper, stv. Leitung des Institutes SO.CON (Hochschule Niederrhein)]

Prof. Dr. BEATE KÜPPER:
„Wir alle haben so unsere Vorurteile. Davon müssen wir einfach schlicht und ergreifend einmal ausgehen.“

[Es folgt ein Clip im Vollbild.]

[Ali Doğan spricht in die Kamera]
[Ali Doğan , Erster Beigeordneter Stadt St. Augustin, Dezernat III]

ALI DOĞAN:
„Die erste Reaktion ist immer: ‚Wir haben doch so ein Problem hier vor Ort nicht.‘ Für mich persönlich bedeutet Rassismus, dass eine Gruppe in der Gesellschaft Vorstellungen über eine andere Gruppe hat, die zweite Gruppe als minderwertig ansieht.“

[Es folgt ein weiterer Clip im Vollbild.]

[Dr. Andrés Nader spricht in die Kamera]
[Dr. Andrés Nader, Geschäftsführer RAA Berlin]

Dr. ANDRÉS NADER:
„Ein junges Schwarzes deutsches Mädchen wurde gerade eingeschult und eine Woche danach fragt sie Ihre Großmutter: ‚Sag mal, was willst du werden, wenn du groß bist? Jetzt, wo du deine Schulkarriere angefangen hast?‘  Und sie sagt: ‚Ich wäre gerne Lehrerin, aber das geht nicht.‘ Und die Großmutter: ‚Ja wieso nicht?‘ ‚Ja, ich bin Schwarz, Lehrerinnen sind weiß.‘“

[Schriftzug im Vollbild: „VORSICHT, VORURTEILE!“]

[(Jagdhornblasen) Mit einer Sprühdose wird ein roter Strich an einen Baumstamm gesprüht, dann ist ein Arm mit einem Aufnäher auf dem Ärmel zu sehen: „FORSTVERWALTUNG“.]

[(Rockige Gitarren mit Schlagzeug) Innenansichten eines fahrenden Transporters, Aufbewahrungsboxen mit Kleinteilen für Handwerksarbeiten, Knie der fahrenden Person, am Zündschlüssel hängt ein AC/DC-Anhänger, aus der Sonnenblende unter der Autodecke ragt ein Zettel: „Elektromei…“.]

[(Beschwingte Volksmusik) Eine Hand schleift Holz, zeichnet eine Linie darauf, auf Brettern liegt Werkzeug und Gehörschutz, an der Wand hängen Schraubenzieher, jemand setzt sich auf einen Stuhl, ein Pinsel malt eine Holzfigur an.]

[(Jagdhornblasen) Der junge Mann schaut von seinem Smartphone auf die Werbetafel, auf der eine Person mit Försterhut von hinten zu sehen ist, die durch den Wald läuft, dann schaut er zurück auf sein Smartphone.]

[Eine Försterin asiatischer Herkunft streichelt einen Hund und spricht in die Kamera.]

FÖRSTERIN:
„Wen hattest du erwartet?“

[Die Musik stoppt.]

[Ein Schwarzer Holzschnitzer spricht in die Kamera.]

HOLZSCHNITZER:
„Wen hast du erwartet?“

[Jemand öffnet die Hecktür des Transporters und nimmt eine Arbeitstasche heraus. Eine Elektrikerin mit Kopftuch geht vom Wagen zum Bürgersteig und spricht in die Kamera.]

ELEKTRIKERIN:
„Wen hast du erwartet?“

[(Rockige Gitarren mit Schlagzeug) Einblendung: „RASSISMUS IST EIN ECHTES PROBLEM UND FÄNGT MIT VORURTEILEN AN. VORSICHT-VORURTEILE.DE“.]

[(Entspannte elektronische Musik) Der junge Mann schaut auf sein Smartphone und scrollt durch Instagram. Dann folgt ein Schnitt auf die Werbetafel, darauf eine riesige Zahl: 64%.]

KOMMENTAR:
„Unter dem Motto ‚Vorsicht, Vorurteile! ‘ hat die Kampagne ein starkes Zeichen gegen Vorurteile und Alltagsrassismus gesetzt: mit über 45 Artikeln und 30 Clips auf der Webseite, Plakate in insgesamt 50 Städten, Kampagnenboxen für über 600 Programmpartnerinnen und -partner, Aktivitäten an 288 Orten am Aktionstag.“

[Währenddessen: Das Motiv auf der Werbetafel ist im Vollbild zu sehen: „64% DER DEUTSCHEN FINDEN, DASS RASSISMUS IN DEUTSCHLAND EIN GROSSES ODER SOGAR SEHR GROSSES PROBLEM IST.“]

[Dann wird durch die Kampagnenseite gescrollt.]

[Dann folgt ein animiertes Motiv: „VORURTEILE SIND WIE SCHMIEREREIEN. SIE TAUCHEN IMMER WIEDER AUF.“ Schmierereien auf dem Motiv verschwinden mit einem Wischgeräusch, tauchen dann mit Sprüh- und Schreibgeräuschen wieder auf.]

[Dann folgen Unboxing-Videos von Instagram.]

[Der junge Mann scrollt auf seinem Smartphone durch Instagram, liket einen Post.]

KOMMENTAR:
„Ein wichtiges Thema unserer Zeit – nicht von oben herab kommuniziert, sondern auf Augenhöhe, Wissen vermittelnd und Engagement anregend.“

[Währenddessen Motive im Vollbild: „RASSISMUS IST WIE FACEBOOK: SELBST DEINE OMA KENNT'S.“, „VORURTEILE SIND WIE TWEETS. WEIT VERBREITET.“, animiert: „VORURTEILE SIND WIE DIESES PLAKAT. ZERSTÖRERISCH.“, das Motiv lässt den Bildschirm zerspringen, dann zuckt das Bild wie bei einer Bildstörung.]

[Blick auf einen Laptop-Monitor, der die Kampagnenseite zeigt. Der junge Mann hat den Laptop auf dem Schoß, sitzt auf einem Sofa. Ein Clip startet auf der Seite auf dem Laptopbildschirm, spielt dann im Vollbild weiter.]

[Daniel Gyamerah spricht in die Kamera]
[Daniel Gyamerah , Vorstand Each One Teach One (EOTO) e. V.]

DANIEL GYAMERAH:
„Was macht die Erfahrung von Anti-Schwarzen Rassismus mit unseren Communitys? Das kann man sich vielleicht ganz gut vorstellen, wenn man sich eine Mücke vorstellt. Wenn ich nur von einer Mücke gestochen werde, macht das meistens nichts, aber Anti-Schwarzer Rassismus ist die Erfahrung von tausenden Mückenstichen, die so um einen rumfliegen, die ganze Zeit, man wird die ganze Zeit gestochen.“

[Ein weiterer Clip im Vollbild]

[Nina Mühe spricht in die Kamera]
[Nina Mühe, Projektleitung CLAIM]

NINA MÜHE:
„Das heißt, Menschen mit vermeintlich muslimischem Namen, Aussehen, oder religiös konnotierter Kleidung bekommen beispielsweise sehr viel schwieriger eine Wohnung, werden sehr viel seltener zu Bewerbungsgespräche eingeladen, machen vermehrt Erfahrung mit ‚Racial Profiling‘, dass sie beispielsweise am Flughafen oder in Polizeikontrollen stärker kontrolliert werden.“

[Ein weiterer Clip im Vollbild]

[Marina Chernivsky spricht in die Kamera]
[Marina Chernivsky, Leiterin Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment]

MARINA CHERNIVSKY:
„Antisemitismus ist alt. Es geht um jahrhundertealte Klischees, Stereotypen und Vorurteile, die von Generation zu Generation weitergetragen werden.“

[Ein weiterer Clip im Vollbild]

[Emran Elmazi spricht in die Kamera]
[Emran Elmazi, Planung, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma]

EMRAN ELMAZI:
„Man sagt, Geschichte wiederholt sich nicht – leider kann Geschichte sich in anderen Formen wieder zeigen, wahrscheinlich nicht identisch, aber in vergleichbarer Form.“

[Ein weiterer Clip im Vollbild]

[Marina Chernivsky spricht in die Kamera]

MARINA CHERNIVSKY:
„Entgegen der Erwartung bleiben diese Stereotypen und Vorurteile nicht neutral oder liegen irgendwo, wo man gar keinen Zugriff mehr darauf hat, sondern sie reichen bis in die Gegenwart hinein und treffen Menschen sehr direkt in ihrem Alltag.“

[Ein weiterer Clip im Vollbild]

[Demokrat Ramadani spricht zu einer Person hinter der Kamera]
[Demokrat Ramadani, Koordinator der Demokratiepartnerschaft Rheda-Wiedenbrück]

DEMOKRAT RAMADANI:
„Ich bin davon überzeugt, dass man nicht als Demokrat oder Demokratin geboren wird – sondern dass man das im Laufe seines Lebens lernen muss.“

KOMMENTAR:
„Betroffen oder nicht – Alltagsrassismus geht uns alle an. Arbeiten wir gemeinsam für ein respektvolles, vielfältiges Miteinander!“

[Währenddessen: Der junge Mann auf dem Sofa schaut in seinen Laptop, dann sieht man nur seinen Kopf, er blickt ins Leere, dann schließt sich der Laptop. Auf dem Deckel ein runder Aufkleber: „VORURTEILE NICHT WILLKOMMEN“.]

[Dann: Eine Animation im Vollbild, drei Silben groß untereinander: „VOR, UR, TEILE“, von links werden sie von den Wörtern „NICHT, STEHEN, LASSEN“ weggeschoben. Dann schiebt sich von unten ein Satz ins Bild: „RASSISMUS IST EIN ECHTES PROBLEM IN DEUTSCHLAND. UND FÄNGT MIT VORURTEILEN AN.“ Das Logo der Kampagne, „VORSICHT, VORURTEILE! VORSICHT- VORURTEILE.DE“, schiebt sich von rechts unten, größer werdend, rechts in die Mitte.]

[Logo "Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend"]

[Logo "Demokratie leben!"]

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