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Themenfilm „Engagement gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit“

 

Volltext-Alternative zum Video

[(beruhigende Musik) Einblendung: „Demokratie leben! Engagement gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit“; einige Personen sitzen an einem Tisch und schauen sich auf einem Monitor, der vor ihnen an der Wand hängt, ein Video an. Im Hintergrund steht ein Rollup. Auf ihm ist die Aufschrift „CLAIM“ zu erkennnen.]


Ezgi Özcan

„Also das Thema antimuslimischer Rassismus betrifft mich auch selbst.“

 

[In einem Ausstellungsraum mit vielen Stellwänden befinden sich mehrere junge Menschen. Sie bewegen sich durch die Ausstellung.]

Rima Hanano

„Islam- und Muslimfeindlichkeit ist ja mittlerweile in die Mitte der Gesellschaft gerückt.“

 

[Schwenk durch den Innenraum einer Moschee. An der Decke befinden sich mehrere große Kronleuchter. Einige junge Menschen stehen um einen Mann, der ihnen Wissen zum Islam vermittelt.]

Jule Wagner

„Über die Muslime sind viele Fehlinformationen vorhanden, viele einseitige Bilder. Die Muslime erfahren dadurch viele Benachteiligungen.“

 

[Die Menschengruppe schaut sich in der Moschee um.]


Rima Hanano

„Und das bedroht einfach die Grundwerte, an die ich  auch glaube.“

 

[Junge Menschen stehen vor dem Eingang der Moschee. Anschließend laufen sie im Gebäude durch einen Gang. Ortswechsel: In einem Raum findet ein Workshop statt. Mehrere junge Frauen hören zu und machen sich Notizen. Auf einem Laptop befindet sich ein Aufkleber mit der Aufschrift „#HALTUNG STATT HERKUNFT“]

Nina Mühe

„CLAIM hat das Ziel, zu allererst ein breites Netzwerk zwischen den Akteurinnen und Akteuren, den Organisationen herzustellen, die zu den Themen Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus bundesweit arbeiten. Und auch die gesamte Öffentlichkeit in Deutschland noch stärker darüber zu informieren, wie relevant doch dieses Problem auch für uns alle ist. Es kommen fast wöchentlich neue Organisationen, die sich melden  und auch gerne ein Teil der Allianz sein möchten.“

 

[Schwenk über einige Teilnehmerinnen des Workshops. Sie sitzen am Tisch und hören zu.]


May Zeidani Yufanyi

„Wir freuen uns, dass es eine Dachorganisation gibt, in der wir auch koordiniert agieren.“

 

[Einblendung: „35 Organisationen und Projekte haben sich zum Netzwerk CLAIM zusammen getan“.]

May Zeidani Yufanyi

„Heute machen wir einen Workshop, der uns etwas besser vorbereiten soll auf Medienarbeit und unsere Öffentlichkeitsarbeit.“

 

[Nina Mühe probt mit dem Workshop-Leiter eine Interviewsituation. Sie wird dabei mit einer Handykamera gefilmt. Die Workshop-Teilnehmer sitzen an einem Tisch und schauen sich zusammen ein Fernsehinterview auf einem großen Monitor, der an der Wand hängt, an.]


Ezgi Özcan

„Durch meine Erfahrung mit antimuslimischen Rassismus habe ich das Gefühl, dass es einen Unterschied macht, wenn ich an die Schulen gehe und mit SchülerInnen arbeite, die ähnliche Erfahrungen machen.“

 

[Nina Mühe, Ezgi Özcan und Žaklina Mamutovič befinden sich in einem Büroraum und unterhalten sich miteinander.]


Žaklina Mamutovič

„Es freut mich auch, dass es in den letzten Jahren immer mehr geworden ist. Dass Menschen sich trauen, zu erzählen, was ihnen passiert in der Gesellschaft.“

 

[Nina Mühe und Žaklina Mamutovič sitzen nebeneinander an einem Tisch. Sie unterhalten sich und lachen dabei.]


Nina Mühe

„Dass man nicht selbstverständlich hinnehmen muss, dass man dauernd diskriminiert wird, sondern dass man sich als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft wahrnimmt und als solcher dann auch vorgeht gegen Diskriminierung. Das sehen wir als verschiedene Bereiche von Empowerment.“

 

[Die Workshop-Teilnehmerinnen machen sich Notizen. Eine Teilnehmerin hält einen Kugelschreiber mit der Aufschrift „Demokratie leben!“ in der Hand. Im nächsten Bild ist der Teil eines Schranks zu sehen. Auf ihm befindet sich ein Aufkleber mit der Aufschrift „#HALTUNG STATT HERKUNFT“. Ortswechsel: In einem Ausstellungsraum stehen mehrere Jugendliche vor einer Stellwand.]

Elke Seiler

„Hauptanliegen des ZEOK e. V., Zentrum für europäische und orientalische Kultur in Leipzig, ist Bildungsangebote im Bereich Willkommenskultur bereitzustellen.“

 

[Eine Workshopleiterin hält eine Grafik hoch auf der mehrere Männchen zu sehen sind. Sie soll zeigen, wie viele Menschen im Bundesland Sachsen-Anhalt, verhältnismäßig Muslime sind. Mehrere Jugendliche stehen um sie herum und hören ihr zu.]

Workshop-Leiterin

„Genau, ich habe hier mal noch eine schöne Grafik. Stellt euch mal vor ihr sitzt im Kinosaal mit hundert Menschen und ein halber Mensch kommt rein, der ist Muslim.“

 

[Im Ausstellungsraum sind mehrere Stellwände zu sehen. Auf einer Stellwand steht: „Überzeugungen, Werte und Glauben: Was ist dir wichtig?“. Mehrere Jugendliche stehen um die Tafeln herum und schauen sie sich an. Einige weisen auf bestimmte Bereiche oder erklären sich gegenseitig Inhalte.]

Jule Wagner

„Wir haben eine interaktive Wanderausstellung zum Thema „Muslimisch in Ostdeutschland“ entwickelt. Das ist eine Art Stationenlernen. Zu fünf verschiedenen Themen können Schülerinnen und Schüler interaktiv arbeiten.“

 

[Elke Seiler steht mit aufgesetzten Kopfhörern vor einer Tafel und schaut sich ein Video an, in dem muslimische Jugendliche beim Fußballspielen zu sehen sind.]


Elke Seiler

„Wir wollen mit unseren Materialien vor allem den nichtmuslimischen Jugendlichen ansprechen. Es geht uns darum Vorurteile zu bearbeiten.“

 

[Jugendliche stehen vor einer Stellwand in der Ausstellung, während ihnen eine Workshop-Leiterin etwas erklärt. Einblendung: „56% nicht-muslimischer Personen fühlen sich durch Muslime fremd im eigenen Land. (Leipziger Mitte-Studie der Universität Leipzig, 2018)“]


Jule Wagner

„Die Ausstellung ist seit Beginn des letzten Jahres an vielen Schulen gewesen, hat viele Schülerinnen und Schüler erreicht und auch die Pädagogen. Wir machen immer eine Einführungsveranstaltung für die Lehrerinnen und Lehrer einer Schule und hier bekommen sie die Möglichkeit, unser Konzept kennen zu lernen und die Ausstellung, so dass sie hier selbstständig mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten können.“

 

[Close Ups von Jugendlichen, die zuhören, während eine Lehrerin etwas erzählt. Close Up des Ausstellungsmaterials und Schwenk auf weitere Jugendliche, die Klemmbretter in der Hand halten um sich Notizen zu machen.]


Jonas Hühn

„Also ich konnte, ich sag mal, teilweise schon etwas Neues dazu lernen. Vieles war mir schon bewusst, auch schon von meiner früheren Schullaufbahn. Was mir jetzt so ein bisschen den „Aha-Effekt“ gebracht hat war, wie viele Muslime es in Deutschland gibt.“

 

[Schüler betrachten die Ausstellung. Auf einer Holztafel,  die eine Deutschlandkarte zeigt, werden kleine Felder aufgedeckt. Sie machen den Anteil der Muslime in einzelnen Bundesländern sichtbar. Zu sehen ist Sachsen mit 0,7% und Sachsen-Anhalt mit 0,4%.]


Marie-Luisa Schmidt

„Was ich hier gelernt habe? Viel über den Islam und die Muslime. Was ich zum Beispiel noch nicht wusste war das mit den Kopftüchern, dass es auch welche gibt die es nicht tragen.“

 

[Close Up auf Ausstellungstafel mit der Aufschrift „Kopftuch – mit oder ohne?“. Es sind verschiedene Bilder, auf denen unterschiedliche muslimische Mädchen mit und ohne Kopftuch abgebildet sind, zu sehen.]


Matthias Kühne

„So eine bemerkenswerte Rückmeldung ist immer: Ich wusste gar nicht, dass es im Islam oder bei muslimischen Menschen so eine Vielfalt gibt, dass das ganz normale Jugendliche sind, wie ich.“

 

[Schwenk durch den Ausstellungsraum, in dem die Jugendlichen vor den Stellwänden sitzen und stehen. Eine Workshopleiterin steht zwischen ihnen und erklärt etwas. Ortswechsel: Zu sehen ist das Gebäude einer Moschee. Einige junge Menschen laufen im Inneren der Moschee durch einen Gang. ]


Sophie Bärtlein

„Das Projekt „Wir hier“ zielt auf den Abbau, beziehungsweise die Prävention von Islamfeindlichkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit nichtmuslimischem Migrationshintergrund, ab. Dabei verbinden wir künstlerische, kulturelle Workshops mit dem Thema Muslimfeindlichkeit.“

 

[Junge Erwachsene befinden sich im Gebetsraum einer Moschee und  machen sich Notizen.  Ein Mitarbeiter der Moschee vermittelt ihnen Wissen zum Islam. Einblendung: „57% nicht-muslimischer Personen halten den Islam für „bedrohlich“. (Bertelsmann Stiftung, 2015“]

Rena Zetzsche

„Im ersten Jahr haben wir uns auf spanischsprachige und polnischsprachige Jugendliche konzentriert. Wir haben aber mittlerweile die Workshops für Jugendliche, egal aus welchem Herkunftsland geöffnet.“

 

[Teilnehmer*innen mit Migrationshintergrund, darunter auch Tatyana Sakadeyera, stehen in der Moschee im Kreis. Sie tragen keine Schuhe.]

Sophie Bärtlein

„Gerade weil  Migrant*innen teilweise aus den Herkunftsländern oft andere Vorurteile mitbringen, andere Stereotype, die sie eventuell haben und wir festgestellt haben, dass es auch dieses Angebot noch gar nicht gibt für Migrant*innen.“

 

[Die Workhop-Teilnehmer*innen sitzen auf dem Boden, während sie dem Mitarbeiter der zuhören. Anschließend laufen sie eine Treppe in der Moschee herunter.]

Tatyana Sakadeyera

„Ich wollte unbedingt dieses Thema mit Experten besprechen, damit ich vielleicht bestimmte Vorurteile und Stereotypen abbauen kann. Das finde ich total nutzbringend, deswegen bin ich heute hier.“

 

[Die Gruppe befindet sich im Waschraum der Moschee. In der nächsten Einstellung laufen sie zusammen mit einem Stadtführer durch eine Straße in Berlin.]

Olexandra Bienert

„Unser Workshop heißt „Mapping the City“, „Muslimisches Berlin a la Carte”. Wir versuchen gemeinsam mit den Teilnehmenden zum einen über ihre Bilder von Anderen zu sprechen, auch von Muslimen und zum anderen natürlich auch muslimisches Berlin zu mappen. Also zu gucken: Was ist denn ein muslimisches Berlin und wo treffen wir es auch auf unserem eigenen Nachhauseweg?“

 

[Die Gruppe läuft durch die Straßen, während ihnen der Stadtführer etwas über das muslimische Berlin erzählt. Anschließend wird die Moschee von innen gezeigt. Es sind ihre bunten Fenster und Kronleuchter zu sehen. Es folgt eine Außenaufnahme der Moschee.]

Rena Zetzsche

„Wir haben bei ganz vielen Jugendlichen tatsächlich eine Sensibilisierung erreicht. Das merkt man, wenn man am Ende des Workshops nochmal mit ihnen spricht und sie zum Teil auch berichten, dass sie in ihrem sozialen Umfeld davon erzählen und sie somit schon fast zu Multiplikator*innen werden. Und das finde ich sehr, sehr schön.“

 

[Die jungen Erwachsenen stehen auf einem Platz, hören zu und machen sich Notizen. Anschließend setzen sie ihren Weg durch die Straßen Berlins fort. Einblendung Abspann: „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Logo), Demokratie leben! (Logo), Weitere Informationen unter: www.demokratie-leben.de“.]