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Themenfilm „Engagement gegen Hass im Netz“

 

Volltext-Alternative zum Video

[(beruhigende Musik) Einblendung: „Demokratie leben! Engagement gegen Hass im Netz“; mehrere Menschen stehen an einem Stand und schauen sich Postkarten und Flyer des Projekts „No Hate Speech“ an.]

Michèle Leaman:

„Ja, es ist ja so, dass extremistische Akteure viel im Netz unterwegs sind - nicht nur die, sondern wir alle.“

 

[Eine Frau sitzt vor einem Computer und tippt auf der Tastatur.]

Franziska Raschka:

„Ich finde es ganz wichtig, etwas gegen Hass und Hetze im Netz zu tun und sich für die Gleichberechtigung von allen Menschen einzusetzen.“

 

[Franziska Raschka hält verschiedene Schilder hoch. Auf den Schildern steht: „Schule wird abgeschafft“; „Es gibt sie wirklich: Einhörner!“; „Trump heiratet Merkel“. Im Hintergrund sitzt ein Junge mit einer Pferdemaske, der einen Daumen hochhält. Es folgt eine Detailaufnahme von einem jungen Mädchen, welches das Szenario filmt.]

Inga Heidland:

„Bei der „No Hate Speech Kampagne“ versuchen wir vor allem den Umgang mit Hate-Speech zu vermitteln. Wir versuchen Journalistinnen und Journalisten Werkzeuge an die Hand zu geben, wie sie mit Hate-Speech umgehen sollen.“

 

[Inga Heidland und ihre Kolleginnen sitzen an Schreibtischen in ihrem Büro. Sie arbeiten und tippen auf der Tastatur.]

Gilda Sahebi:

„Gerade sieht man ja auch in dem, was in der Gesellschaft passiert, dass Medienschaffende besonders herausgefordert sind. Für Journalistinnen und Journalisten mit Migrationshintergrund ist es natürlich auch nochmal anders. Gehe ich als Journalistin mit Migrationshintergrund in eine - ich sage mal - rechtextremistische Demo, werde ich auch nochmal ganz anders wahrgenommen.“

 

[Inga Heidland schaut auf ihren Computermonitor. Im Hintergrund hängt ein Plakat, das Gegenstrategien zu Hate-Speech aufzeigt.]

Inga Heidland:

„Unser Ziel ist eine Debattenkultur, die Meinungsvielfalt zulässt, die alle Meinungen zulässt, die nicht irgendwelche Meinungen unterdrückt, nur weil sie eben Hasskommentare erregen könnten, zu schaffen und vor allem den Betroffenen zu zeigen: Hey, ihr seid nicht alleine!“

 

[Einblendung: „Bei 51% der betroffenen Journalisten findet kein Austausch über Hate Speech in der eigenen Redaktion statt. (Leitfaden für Journalist*innen zum Umgang mit Hassrede im Netz, die Deutschen Medienmacher)“]

Gilda Sahebi:

„Wir versuchen diesen Leuten ganz konkrete Strategien an die Hand zu geben. Dazu sind auch unsere Social Media Kanäle zum Beispiel da. Zivilcourage im Netz zu fördern, gute sachliche Kommentare zu liken, Leute zu ermuntern, sich einzuschalten, wenn die Debatten unsachlich, hasserfüllt und unzivil werden.“

 

[An einem Infostand des „No Hate Speech Movement“ werden Luftballons mit der Aufschrift „No Hate“ an Besucher verteilt.]

Sina Laubenstein:

„Das Ziel des Movements ist, dass man sich mit von Hate-Speech-Betroffenen solidarisiert, aber auch den Menschen hilft, die sich gegen Hass im Netz stark machen wollen, die aktiv werden möchten und die Menschen empowert und ihnen Mittel und Wege an die Hand gibt.“

 

[Besucher des Infostands lassen sich mit Luftballons und Schildern fotografieren. Ortswechsel: Saskia Eilers und Franziska Raschka vom JUUUPORT e. V. sitzen an ihren Arbeitsplätzen in einem Büro.]

Saskia Eilers:

„JUUUPORT e. V. ist ein gemeinnütziger, medienpädagogischer Verein mit einer Online-Beratung von Jugendlichen für Jugendliche bei Problemen im Netz und der Grundgedanke hinter dem neuen Projekt „Werte Leben Online“ war, nicht nur dort anzusetzen, wo online Probleme bereits bestehen, sondern sich auch dafür einzusetzen, dass negative Netzphänomene in Zukunft weniger auftreten.“

 

[Saskia Eilers und Franziska Raschka stehen mit Jugendlichen im Kreis. Saskia Eilers zeigt ihnen etwas auf einem Handy.]

Franziska Raschka:

„Also die Scouts helfen anderen Jugendlichen dabei, ein Bewusstsein zu entwickeln, wie sich negative Onlinephänomene auswirken und, was man dagegen tun kann. Das machen sie auf ganz verschiedene Arten und Weisen. Zum einen machen sie online Aktionen, bei denen sie zum Beispiel in Posts dazu aufrufen, einfach mal Sachen zu liken oder eben einfach mal seine Meinung zu erheben gegen etwas, was negativ ist im Netz.“

 

[Man sieht die Jugendlichen dabei, wie sie ein Video mit dem Handy erstellen. Dabei trägt einer von ihnen eine Pferdemaske und tippt in einen Laptop, der die Aufschrift „Pferdeschau“ trägt. Die anderen knien davor und halten Schilder hoch. Einblendung: „24% der 14 bis 24-jährigen haben schon sehr häufig Hasskommentare im Internet gesehen. (Forsa Studie, 2017)“]

Saskia Eilers:

„Wir machen auch ganz verschiedene offline Aktionen. Das ist zum Beispiel die Aktion „Likes im realen Leben“. Dabei verteilen wir Luftballons auf denen Komplimente stehen an Passantinnen und Passanten. Unsere Scouts können uns sehr gut Rückmeldungen darüber geben, was Jugendliche im Netz wirklich bewegt, welche Themen momentan aktuell und relevant sind und wo sie sich noch mehr Hilfestellungen und Tipps erhoffen.“

 

[Die Jugendlichen verteilen in der Innenstadt Lufballons an Passantinnen und Passanten. Dabei hält einer von ihnen ein blaues Schild mit der Aufschrift „Likes im realen Leben“ hoch. Ortswechsel: Eine Außenaufnahme eines Gebäudes. Am Eingang hängt ein Schild mit der Aufschrift „Dütti Treff“. Davor steht eine Menschengruppe, die sich miteinander unterhält.]

Nina Kunz:

„Wir sind ein Online-Präventionsprojekt und wir möchten zusammen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einer Redaktion zusammenarbeiten und darüber Content für Social Media erstellen.“

 

[Auf einem Laptopmonitor wird Facebook angezeigt. Die Person, die vor dem Laptop sitzt, scrollt durch die Kommentarfunktion.]

Michèle Leaman:

„Was möglichst nah an der Lebensrealität von Jugendlichen ist. Zu diesen Themen ins Gespräch zu kommen - auch zu Themen, die oft Radikalisierungen irgendwie verstärken können: Themen von Identität, Themen von Ausgrenzung oder Diskriminierungserfahrungen.“

 

[In einem bestuhlten Raum mit Publikum diskutieren fünf junge Menschen miteinander. Dabei werden Sie von einer Kamera begleitet. Es findet eine Facebook-Live-Übertragung statt. Drei Jugendliche sitzen mit Laptops nebeneinander an einem Tisch und koordinieren die Übertragung.]

Bianca Neumann:

„Extremisten im Internet versuchen Jugendliche abzuwerben. Das passiert auf dem Wege, dass Jugendliche ganz natürlicherweise Fragen haben, die sie sich stellen und im Internet Antworten darauf suchen. Auf diesem Wege landen sie häufig auf radikalen Seiten und sehen dort nur eine Seite von Antworten und wir wollen gerne auch eine andere Seite darstellen.“

 

[Einblendung: „Immer mehr Jugendliche werden durch „hippe Beiträge“ von Extremisten im Netz geködert. (Jugendschutz.net, Jahresbericht 2017)“]

„In unseren Workshops bieten wir verschiedene Formate an, wie zum Beispiel einen Storytelling-Workshop für Jugendliche und junge Menschen. Dort wird ihnen auch gezeigt, wie man mit Medien umgeht und ausgehend von den Themen der Jugendlichen entwickeln wir dort dann Formate.“

 

[Junge Menschen hören der Diskussionsrunde zu und machen sich Notizen. Auf einem Laptopbildschirm ist die Liveübertragung des Geschehens bei Facebook zu sehen. Ortswechsel: Schwenk über eine Personengruppe, die an einem großen Tisch zusammensitzt und miteinander diskutiert.]

Flemming Ipsen:

„Jugendschutz.net gibt es mittlerweile seit fast über 20 Jahren. Der Bereich Rechtsextremismus existiert seit dem Jahr 2000. Im Jahr 2011 ist dann der Bereich Islamismus dazugekommen. Extremistische Gruppen versuchen mit beispielsweise poppigen Memes oder mit eher harmlos daherkommenden Musikvideos oder mit Vlogs an junge Menschen heranzutreten und sie für ihre Sache zu gewinnen.“

 

[Auf einem Computermonitor ist ein rechtsextremistisches Meme zu sehen. Es trägt die Aufschrift „Refugees not welcome“. Nava Zarabian, Fachreferentin Islamismus, sitzt vor ihrem Computer.]

Nava Zarabian:

„Man kann es immer nur dann erkennen, wenn man Dinge die man sieht auch hinterfragt. Also, wenn man zu Bildern, die man sieht vielleicht auch mal eine Rückwärtssuche macht und schaut, woher diese Bilder kommen und sich die Profile von den Leuten genauer anschaut, die es gepostet haben.“

 

[Unterschiedliche extremistische Memes und Bilder werden auf einem Computermonitor angezeigt.]

Christina Seitz:

„Zum einen kann man das gerne auf unserer Website jugendschutz.net über unser Meldeformular melden. Auch auf hassimnetz.info ist das möglich.“

 

[Die Websites „jugendschutz.net“ und „hassimnetz.info“ sind auf einem Computermonitor zu sehen.]

Flemming Ipsen:

„Wenn wir Inhalte finden, die gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verstoßen, dann treten wir entweder an den Provider heran und fordern ihn auf, diesen Verstoß zu beseitigen. Wenn wir jedoch einen deutschen Verantwortlichen feststellen können, dann geht der Weg über die Kommission für Jugendmedienschutz und hier wird dann ein medienaufsichtsrechtliches Verfahren angestrebt.“

 

[Nava Zarabian und Christian Seitz beugen sich über einen Computerbildschirm und schauen sich verschiedene Inhalte an. Einblendung: „7513 Verstöße gegen den Jugendmedienschutz wurden 2017 festgestellt. (Jugendschutz.net, Jahresbericht 2017)“ Ortswechsel: Der Infostand des „No Hate Speech Movement“ ist zu sehen. Sina Laubenstein verteilt Postkarten an Besucher.]

Inga Heidland:

„Hate-Speech ist mehr als nur irgendein Kommentar, der irgendwo steht, sondern es ist wirklich etwas, das eine Person wirklich betrifft.“

 

[Am Infostand lässt sich eine Frau mit einem Schild fotografieren. Es zeigt ein rotes Herz in dessen Mitte „No Hate“ geschrieben steht.]

Saskia Eilers:

„Das Ziel ist es, jungen Menschen nahezulegen, dass für einen fairen Umgang im Netz das Verhalten von allen Nutzern zählt.“

 

[Die Jugendlichen von „JUUUPORT e. V. sitzen an einem Tisch und füllen Luftballons mit Helium.]

Gilda Sahebi:

„Dieses Bewusstsein wollen wir auch schaffen – in der Öffentlichkeit und bei jedem einzelnen.“

 

[Die Jugendlichen halten Luftballons in der Hand und laufen durch die Innenstadt. Einblendung Abspann: „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Logo), Demokratie leben! (Logo), Weitere Informationen unter: www.demokratie-leben.de“]