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Themenfilm „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“

 

Volltext-Alternative zum Video

 

[(beruhigende Musik) Einblendungen in Sprechblasen: „Demokratie leben!“; „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ Kitakinder und ihre Erzieherinnen sitzen in einem Kreis zusammen auf dem Boden.]

Douaa (5):

„Wir dürfen entscheiden, wo wir spielen wollen.“

Elaenor (5):

„Wir gehen hier gerne in den Puppenraum und in die Puppenecke und in den Kreativraum.“

Noah (5):

„Ich habe Verkaufsladen gespielt.“

[Kinder spielen mit Puppen und Kuscheltieren.]

Bilge Özdemir (Auszubildende zur Erzieherin, „Jüdischer Kindergarten Duisburg“):

„Die Kinder entscheiden, was sie machen wollen und wir beobachten. Und daraus kreieren wir Projekte, das ist unfassbar! Und ich denke, dass man durch demokratisches Handeln in der Kita den Kindern zeigen kann, dass Selbstwirksamkeit sehr wohl wichtig ist.“

[Ein Mädchen schaut und lacht in die Kamera.]

Petra Daun (Fachberatung Tageseinrichtung für Kinder, Caritasverband für das Bistum Aachen e. V.):

„Dass sie ihre Rechte kennen, dass sie für sie einstehen können, und dass es Erwachsene gibt, die darauf hören und die Kinder auch gleichberechtigt behandeln.“

[Man blickt durch ein buntbeklebtes Fenster einer Tür und sieht die Garderobe eines Kindergartens. In einer Naheinstellung sieht man die zwei Namensschilder der Kinder „Lina“ und „Frieda“.]

Vera Katona (Projektkoordinatorin „ATID-Zukunft“, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)):

„Ziel des Projektes ist es, die Fachkräfte der jüdischen Kindertagesstätten auf dem Gebiet der Demokratie und Vielfaltspädagogik zu unterstützen und die entsprechenden Bildungsprogramme zu entwickeln und zu etablieren.“

[Einige Erzieher und Erzieherinnen sitzen in einem Raum des Kindergartens und besprechen sich.]

Heike Kaminski (Kita-Koordinatorin):

„Das Projekt befasst sich mit Machtverhältnissen, Partizipation und Kinderrechten – was bei uns im Kindergartenalltag immer wieder eine große Rolle spielt. Es lernt, dass andere Kinder auch Meinungen haben, die unterschiedlich sein können und es lernt, damit umzugehen. Das ist die Basis für demokratisches Handeln.“

[Die Erzieherinnen und Erzieher sitzen bei einer Fortbildung zusammen und planen Projekte. Frau Vera Katona steht im Raum und erklärt ihnen angeregt etwas.]

Bilge Özdemir:

„Heute haben wir eine Fortbildung zum Thema Partizipation.“

[Man sieht unterschiedliche Fotos, auf denen die Räume „Turnhalle“ und „Kaufmannsladen“ des Kindergartens abgebildet sind. Eine Hand klebt das Foto eines Kindergartenkindes unter eines dieser Fotos.]

Heike Kaminski:

„Partizipation im Kindergarten heißt ja nicht, dass jedes Kind machen kann, was es will.“

[An der Wand hängt ein Schild auf dem „Was ziehen wir heute an?“ steht. Eine Hand hängt mit Hilfe einer Klammer das Symbol einer Sonnencreme und das Symbol eines Winterstiefels darüber.]

Bilge Özdemir:

„Es heißt, dass sie positives Selbstbewusstsein haben, Akteur ihres eigenen Lebens sind und ihr eigenes Leben kreativ und aktiv mitgestalten können.“

Benjamin Janssen Gonzalez (Stellvertretender Kita-Leiter „Jüdischer Kindergarten Duisburg“):

„Wie machen wir das und wo soll das hingehen? Was können wir anpassen und verbessern? Wie sehen das die Kinder und wie hat das bei uns selber damals angefangen?“

[Die Erzieherinnen und Erzieher gehen durch den Kindergarten und beraten sich darüber, welche Stellen kleinkindgerecht sind.]

„Hier hat sie ja einmal ihren Namen…“ „- Aber das ist ja auch nicht auf Kinderhöhe „– „Ja, aber da können die sich ja hochziehen, das machen die am Schrank nicht.“

Vera Katona:

„Wir versuchen die partizipativen Ansätze auch im Team zu gestalten, zu bearbeiten, anzuregen.“

[Die Kita-Mitarbeiter stehen zusammen auf einer Wiese im Kreis und machen eine Gemeinschaftsübung. Sie stehen in Mitten eines elastischen Bandes.]

Bilge Özdemir:

„Es ist ein Prozess, es ist eine Metamorphose. Ich finde wir haben ein gutes Fundament gelegt, darauf kann man absolut weiter aufbauen und dann entscheiden die Kinder in welche Richtung es weitergeht.“

[Ortswechsel: Zu sehen ist das Gebäude des Kinderhaus „Abenteuerland“. Es erscheint ein Raum, indem Erzieherinnen und Kinder in einem Kreis auf dem Boden sitzen und zusammen eine Übung mit bunten Monstern aus Pappe machen.]

Erzieherin und dann die Kinder:

„Wer weiß denn, was wir auf unserem Teppich liegen haben?“ – „Monster!“

Carsten Höllein (Geschäftsführer Arbeiterwohlfahrt AWO Kreisverband Coburg e. V.):

„Demokratie und Teilhabe hat viel mit Kommunikation zu tun.“

[Die Erzieherinnen sitzen mit den Kindern im Kreis. Eine Erzieherin spricht mit den Kindern.]

Erzieherin:

„Wie fühlt sich denn der Gelbe? Fühlt der sich gut?“

Carsten Höllein:

„Die Kinder müssen fähig sein, ihren Willen und ihre Meinung äußern zu können.“

Carolin Schössler (Kita-Leitung Kinderhaus „Abenteuerland“ Coburg, Arbeiterwohlfahrt (AWO)):

„Es ist wichtig, dass man seine eigenen Gefühle zuordnen und benennen kann.“

[Die Kindergartenkinder ziehen kleine Bilder aus einem Beutel. Darauf sind Kinder abgebildet, die unterschiedliche Gefühle zeigen. Sie ordnen die Bilder den Gefühlsmonstern, die auf dem Teppich liegen, zu.]

Kinder aus der Kita:

„Ich habe ein Mädchen, das ist wütend.“

„Ich habe einen Jungen, der sehr doll weint.“

[Die Kinder spielen und toben zusammen mit den Erzieherinnen in der Turnhalle der Kita. Sie werfen Bälle in einen Ring, schaukeln an einem Seil und klettern eine Sprossenwand hoch.]

Carolin Schössler:

„In der Turnhalle durften die Kinder einfach mal ihre Grenzen austesten, indem sie sich auch mal schubsen können und sagen können: bis hier und nicht weiter!“.

Penelope (4):

„Und dann haben die Erzieherinnen „die Bösen“ gemacht. Und dann haben wir „Stopp! Ich mag das nicht!“ gesagt.“

[Die Kinder stehen in der Turnhalle im Kreis und strecken ihren Arm, in abwehrender Haltung, nach vorne.]

Carolin Schössler:

„Das andere war dann noch eine Bilderbuchbetrachtung, zusammen mit einem kleinen Rollenspiel bei dem es darum geht zu zeigen, wie sich Ausgrenzung anfühlt.“

[Einige Kinder sitzen zusammen mit einer Erzieherin am Tisch und schauen sich ein Bilderbuch an. Die Kinder sind verkleidet. Ein Junge läuft mit einem großen Hut auf dem Kopf um die anderen Kinder herum.]

Penelope:

„Weil, die wollten nicht mit ihm spielen, weil er anders war.“

Carolin Schössler:

„Des Weiteren durften die Kinder dann noch eine Gefühlsuhr basteln.“

[Einige Kinder sitzen an einem Tisch und basteln zusammen eine Gefühlsuhr. Auf der Uhr sind vier verschiedene Monster abgebildet. Die Kinder malen die Uhr mit bunten Stiften aus.]

Lias (5):

„Mit der kann man einstellen, wie man sich fühlt. Glücklich, traurig, wütend und Angst.“

[Eine Kinderhand bedient die Gefühlsuhr und stellt den Zeiger auf das wütende rote Monster ein.]

Sarah Schmucker (Erzieherin, Kinderhaus „Abenteuerland“ Coburg, Arbeiterwohlfahrt (AWO)):

„Es fällt auch vielen Erwachsenen schwer, so etwas zu äußern, und es ist einfach diese Teilhabe an der Gesellschaft, dass ich meine Meinung äußern kann und sagen kann, dass es mir dabei nicht gut geht.“

Carsten Höllein:

„Dass sie sich in dem einen oder anderen Fall in den Anderen reindenken können, dass sie empathiefähig sind.“

[Eine Erzieherin liest aus dem Bilderbuch vor.]

Erzieherin:

„Willst du mein Freund sein?“

Carsten Höllein:

„Demokratie ist kein Naturgesetz, Demokratie muss täglich geübt werden. Deshalb ist es notwendig, dass gerade schon im Kindergarten damit begonnen wird.“

[Die Kitakinder hüpfen und springen in der Turnhalle.]

[Ortswechsel: Wir sehen die Kindertagesstätte „Rokoko“. En Vater bringt sein Kind zur Kita.]

Petra Daun:

„Die Eltern geben ihr größtes Gut in der Kita ab, deshalb ist es wichtig sie einzubeziehen, um eine Transparenz zu schaffen. Eltern auch mit bestimmen zu lassen, damit sie das Gefühl haben, dass ihre Kinder da gut aufgehoben sind.“

[Drei Mütter sitzen zusammen an einem Tisch in der Kita und unterhalten sich.]

Tijana Lakatos (Mutter, Kindertagesstätte RoKoKo – Robert Koch’s Kinder Oase, Aachen):

„Man kommt rein und lässt nicht einfach sein Kind in die Gruppe rein und geht wieder, sondern wir setzen uns hin und dürfen so lange bleiben wie wir wollen. Dadurch nehmen wir auch sehr viel teil.“

Julia Breßeler (Erzieherin, Kindertagesstätte RoKoKo – Robert Koch’s Kinder Oase, Aachen):

„Ich schildere, wie ich es machen würde, oder, wie wir das hier in der Einrichtung handhaben, aber dann ist es immer noch die eigene Entscheidung der Eltern, wie sie damit umgehen – ob sie es annehmen, oder nicht.“

[Eltern bringen ihre Kinder in die Kita und stehen mit ihnen an der Garderobe.]

Matthias Colloseus (Projektleitung „Demokratie in Kinderschuhen“, KTK-Bundesverband, Deutscher Caritasverband):

„Warum es möglicherweise auch im familiären Zusammensein eine gute Sache ist, zu sagen, dass die Kinder ihre Ansichten, Bedürfnisse und Meinungen haben, die genauso wichtig sind, wie die der Erwachsenen.“

[Kinder hüpfen auf einer großen blauen Turnmatte.]

Julia Breßeler:

„Für mich ist es wichtig, Kinder dahin zu begleiten, dass sie anfangen, selbstbestimmt zu entscheiden. Das ist der Grundstein für alles, was später kommt.“

[Einige Kinder laufen durch die Kita. Sie spielen zusammen mit einer Erzieherin.]

Melis Tras (Mutter, Kindertagesstätte RoKoKo – Robert Koch’s Kinder Oase, Aachen):

„Mein ältester Sohn war immer so schüchtern, aber hier in der Kita ist er total aufgegangen.“

[Ein Junge ist zu sehen, der einen Apfel isst.]

[Ortswechsel: In einem Konferenzsaal steht Herr Colloseus an einem Rednerpult und hält einen Vortrag. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung hören gespannt zu.]

Petra Daun:

„Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ist für uns als Fachberatung wichtig, weil wir dort nochmal neue Inputs und Unterstützung bekommen.“

Carsten Höllein:

„Wir selber sind froh, dass die Kooperation der großen Wohlfahrtverbände auf Bundesebene zustande gekommen ist.“

[Die Nahaufnahme eines Mädchens ist zu sehen. Sie blickt in die Kamera.]

Matthias Colloseus:

„Wir wollen in diesem Projektzeitraum Veränderungen der Arbeit erzielen, die dauerhaft und nachhaltig wirken.“

[Ein Mädchen sitzt an einem Tisch und bastelt. Es hält einen Klebestift in der Hand.]

Vera Katona:

„Eine neue Generation, die an den Idealen der Demokratie aufgewachsen ist.“

[Zwei Jungen nehmen Anlauf und springen in ein Becken mit vielen bunten Bällen. Sie haben Spaß dabei und lachen. Einblendung Abspann: „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Logo), Demokratie leben! (Logo), Weitere Informationen unter: www.demokratie-leben.de“]