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Volltext-Alternative zum Video

[(enthusiastische Musik) Eine Menschenansammlung steht an einem sonnigen Morgen auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Wir schwenken in einen Konferenzraum des Axica Tagungszentrums mit rotem Teppich und Glaskuppel. Dort erwartet ein sitzendes, gesprächiges Publikum den Beginn der Programmkonferenz zum Thema Demokratie Leben.]

Dr. Franziska Giffey

„Das Programm „Demokratie leben!“ ist das große Demokratieförderprogramm in Deutschland, das vom Bundesfamilienministerium umgesetzt wird.“

 

[Wir stehen im Mittelgang des Konferenzraums und schauen über die gefüllten Sitzreihen hinweg auf die bunt gestaltete, noch leere Bühne. Familienministerin Giffey und die Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben Helga Roesgen schütteln sich die Hände.]

Helga Roesgen

„Es gibt Modellprojekte in dem Programm, die örtlich in den Regionen versuchen demokratische Strukturen zu erhalten und darauf hinzuwirken, dass Menschen Demokraten werden oder Demokraten bleiben.“

 

[Die Ministerin betritt unter Applaus die Bühne und reicht dem Moderator zur Begrüßung die Hand.]

Dr. Franziska Giffey

„Wir fördern damit in allen 16 Bundesländern die Partnerschaften für Demokratie, die Landesdemokratiezentren, Projekte in der Jugendarbeit, in der Förderung der Extremismus-Präventionen und es gibt hunderte von Akteuren, die überall in Deutschland sich dafür stark machen, dass wir ein demokratisches, ein rechtstaatliches, ein vielfältiges tolerantes Land bleiben.“

 

[Einigen Personen aus dem Publikum wird ein Mikrofon herangereicht. Sie formulieren Fragen an Dr. Franziska Giffey.]

Prof. Andreas Zick

„Die uns überhaupt erstmal die Zeit und den Raum geben in unserem Alltag über die Demokratie nachzudenken. Wir müssen uns wieder in solchen angespannten Zeiten, in denen wir so viel Extremismus haben und so viele Hasstaten, darüber selbst verständigen, was gehört  mit zu einer Demokratie. Was sind Grundnormen, die uns zusammen halten? Erste Grundnorm: Die Gleichwertigkeit aller Menschen herstellen. Wenn man dieses Grundprinzip hat und dann vor Ort guckt, ob es gegeben ist, dann ist einem schon viel geholfen.“

 

[Aus verschiedenen Perspektiven beobachten wir zunächst eine Frau, die ein Flip-Chart mit Begriffen und Illustrationen zum Thema „Demokratie unter Druck“ gestaltet. Anschließend betrachten wir wieder den Dialog zwischen dem fragenstellenden Publikum und Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.]

Helga Roesgen

„Wir haben die Menschen im Blick und wenn man Menschen kennt, dann kann man sie nicht mehr hassen. Ich glaube das ist das Wichtigste, dass wir versuchen mit diesem Programm auch den Hass, der teilweise vorhanden ist, aufzuhalten. Ich glaube da ist das Programm auf einem sehr guten Weg.“

 

[Wir wechseln den Schauplatz, bleiben aber im Gebäude. Im ovalförmigen, aus hellem Holz gestalteten, mehrstufigen Plenum der Axica tauschen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander aus. Sie gehen der Frage nach, wie die vielen lokalen Erfolgsgeschichten wieder sichtbarer gemacht werden können.]

Andreas Ziehl

„Das Bundesprogramm ist wichtig weil es gerade im lokalen, im kommunalen Raum ermöglicht, verschiedene Projekte durchzuführen. Gerade auch von Gruppen, die sonst eher nicht in Förderstrukturen eingebunden sind oder noch nicht die Erfahrung mit Förderstrukturen machen konnten.“

 

[Eine Frau durchsucht den Programmkatalog und spricht dabei zu ihrer Sitznachbarin.]

Dr. Petra Leuenberger

„Um diese, ja in gewisser Weise auch Grundlagenarbeit machen zu können. Wir haben Modellprojekte im Bereich Antisemitismus und Radikalisierungsprävention und man merkt, dass da ganz Vieles im Argen liegt, das mit solchen Förderungen bearbeitet werden kann. Eine Programmkonferenz ist immer wichtig. Im Sinne der Vernetzung kann man nette und interessante Leute kennenlernen. Örtlich nahe gelegene aber manchmal auch Welche von weiter weg und man trifft sich, kann sich austauschen und hat neue Ideen.“

 

[Projektträger diskutieren miteinander.]

Andreas Ziehl

„Man ist nah dran und hat die Möglichkeit auch mal etwas vom Bundesministerium, von Frau Giffey, zu hören. Aber auch in den Fachforen kann man mal gemeinsam in den Austausch treten und dafür ist es auch mal schön zu sehen, wie viele eigentlich da sind und wie viele auch etwas machen.“

 

[Dr. Franziska Giffey unterhält sich mit Moderator. Im nächsten Moment blicken wir auf einen Seminarraum mit weißen Wänden. Hier findet ein Forum statt zum Thema Präventionsarbeit im digitalen Zeitalter.]

Dr. Franziska Giffey

„Wir brauchen Menschen, die sich für die Demokratie stark machen. Das fördern wir mit 120 Millionen Euro in diesem Jahr und wir wollen im nächsten Jahr weiter machen. Das Programm wird eine neue Förderrichtlinie bekommen. Wir haben die Entscheidung getroffen, dieses wichtige Bundeprogramm nicht zu befristen, wie es ursprünglich vorgesehen war, sondern es zu entfristen. Es geht weiter, weil Demokratie keine Aufgabe ist, die man mal macht und dann wieder beendet. Und deshalb ist unser langfristiges Ziel ein Demokratiefördergesetz in Deutschland, mit dem wir es schaffen, die demokratischen Strukturen, die wir hier haben auch auf feste sichere Füße zu stellen, eine gute verlässliche Jugendarbeit zu machen. Es geht um Demokratie fördern, aber es geht auch darum Extremismus vorzubeugen.“

 

[Zum Abschluss sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammengekommen. Dem Podium zugewandt halten sie große farbige Buchstabenbausteine hoch. Zusammengesetzt ergeben die Buchstaben den Programmtitel „Demokratie Leben“.]