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Internationale Wochen gegen Rassismus 2019

„100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus!“ – so lautet das Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahlen wurden die Aktionswochen in diesem Jahr unter den Leitsatz „Europa wählt Menschenwürde“ gestellt. Vom 11. - 24. März 2019 gibt es auch in Deutschland mehr als 2.000 Aktionen und Veranstaltungen. Viele Programmpartnerinnen und Programmpartner von „Demokratie leben!“ beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen.

Seit vielen Jahren tragen die von den Vereinten Nationen initiierten Internationalen Wochen gegen Rassismus dazu bei, das vielfältige Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland, Europa und der Welt sichtbar zu machen.

Die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus plant und koordiniert die Umsetzung der Aktionswochen in Deutschland. Ziel ist es dieses Jahr insbesondere, den nationalistischen und rassistischen Angriffen von rechts außen ein Europa der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte entgegenzustellen.

Hier einige Beispiele von Programmpartnerinnen und Programmpartnern aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, die sich an den Aktionswochen beteiligen.


Partnerschaft für Demokratie Stuttgart

Mit einem groß angelegten Programm für Schulklassen, junge Erwachsene, für Fachpublikum, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Mitarbeitende von Unternehmen, Verwaltungen und Initiativen und nicht zuletzt auch die breite Öffentlichkeit unterstützt die Partnerschaft für Demokratie Stuttgart auch dieses Jahr wieder die Initiative „Heimat in Stuttgart“ und setzt damit ein deutliches Zeichen gegen Rassismus oder andere Formen von Ausgrenzung und für ein buntes, demokratisches Miteinander. Stuttgart präsentiert sich als eine weltoffene Stadt, in der Menschen aus 170 Nationen eine Heimat gefunden haben.

So wird am 13. und 14. März etwa ein Theaterstück aufgeführt: „SCREAM. Ein populistisches Mashup“. Regisseur Sascha Flocken und sein 4-köpfiges Ensemble spüren hier die Mechanismen populistischer Sprache auf und entlarven sie. Im Anschluss an die Vorstellungen steht das künstlerische Team zum persönlichen Gespräch, zum Quer- und Weiterdenken bereit.

Alle Veranstaltungen finden Sie im Programmheft (PDF).


Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen (NeMO) e. V.

Ein „Gesellschaftkritischer Poetry Slam mit i, slam e. V. will unter dem Motto „WER BIN ICH? ICH BIN VIELE!“ am 15. März in Halle (Saale) und am 24. März in Hannover wachrütteln: Junge Menschen mit Migrationsgeschichte, die in Deutschland leben, bedienen sich der Kunst der Worte, um auf der Bühne über alle für sie relevanten Themen zu sprechen. Mit dem Fokus auf Erinnerungen werden Zuschreibungen, Ängste und Vorurteile zwischen migrantischen Gruppen und der Mehrheitsbevölkerung offen und direkt angesprochen und bearbeitet. Das Veranstaltungsformat lädt zum Nachdenken über Mehrfach-Identitäten und die Ausgestaltung einer Einwanderungsgesellschaft ein.


Partnerschaft für Demokratie Landkreis Wunsiedel

Erstmalig finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus mit Aktionen und Veranstaltungen im gesamten Landkreis Wunsiedel statt. Den Auftakt macht am 11. März ein Diskussionsabend im Selber Jugend- und Kulturzentrum Jam. Unter dem Motto „Mit Rechten reden?! - Warum Rassismus, Hass und Hetze keine Gesprächsgrundlagen sind“ diskutieren Hamado Dipama aus Äthiopien, Arno Speiser, Koordinator der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern und die SPD-Politikerin Petra Ernstberger.

Ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen bietet die VHS am 16. März in Selb an. Nicht nur für Erwachsene werden die brisanten Themen aufgearbeitet: In dem Film „PK“, kommt am 19. März der Außerirdische PK aus einer entfernten Galaxis, um die Bewohner der Erde zu studieren.
Handlungsstrategien gegen rechte Sprüche vermittelt ein Workshop am 20. März in der VHS Selb. Der Film „Von Neonazis und Superhelden“ beleuchtet die Kleinstadt Themar, die sich gegen rechtsradikale Konzerte zur Wehr setzt. Gast am 20. März ist Regisseur Adrian Oeser.

Alle Veranstaltungen finden Sie im Programmheft (PDF).


„Prominent gegen Rassismus“

Ob Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Prof. Klaus Staeck, Grafikdesigner, Mo Asumang, TV-Moderatorin, oder Jakob Augstein, Verleger: Im Projekt „Prominent gegen Rassismus“ beteiligen sich bekannte Persönlichkeiten vor Ort an den Aktionen der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Damit sollen möglichst viele Menschen erreicht und motiviert werden, sich gegen Rassismus und Gewalt zu engagieren. Das Projekt wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.


Den bundesweiten Veranstaltungskalender der Stiftung gegen Rassismus mit weiteren Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus finden Sie hier.