Gedenkstätten, die an die nationalsozialistischen Massenverbrechen erinnern, sind wichtige Orte historisch-politischer Bildung. Sie bewahren die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und vermitteln Wissen über die Schoa. Doch diese Orte geraten immer wieder in den Fokus antisemitischer Anfeindungen: Relativierungen und Leugnungen der Schoa, gezielte Zerstörungen von Erinnerungsorten zu jüdischem Leben und zur Geschichte des Nationalsozialismus oder auch offene Angriffe auf Besuchende und Mitarbeitende. Seit dem 7. Oktober 2023 ist eine deutliche Zunahme antisemitischer Vorfälle zu verzeichnen. Auch die Zahl rechtsextremer Angriffe an Gedenkstätten ist stark gestiegen. Wie können Gedenkstätten und Museen mit diesen Entwicklungen umgehen? Welche Handlungsspielräume gibt es für die Institutionen und die einzelnen Mitarbeitenden?
Die bundesweite Fachtagung bringt Akteurinnen und Akteure aus Gedenkstättenarbeit, Wissenschaft, Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu analysieren und Perspektiven für den Umgang mit Antisemitismus an Erinnerungsorten zur Geschichte des Nationalsozialismus, aber auch zu jüdischem Leben, zu diskutieren.
Datum: 09.09.2026
Beginn: 09:30 Uhr Ende: 17:00 Uhr
Ort: Alte Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen
Anmeldung: bis 10. August online
Webseite: https://kooperationsverbund-gegen-antisemitismus.de/veranstaltung/tagung-gedenkstaetten
Teilnahmebeitrag: kostenlos
Veranstaltet durch:
Kooperationsverbund gegen Antisemitismus
Thema
Antisemitismus
Bundesland
Nordrhein-Westfalen