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10. Baustelle Inklusion: Aktivwerden gegen Diskriminierung - für eine demokratische Kultur in Kita und Schule!

Datum: 22. September 2020
Beginn: 10:30 Uhr
Ende: 18:00 Uhr
Veranstalter: ISTA / Fachstelle Kinderwelten
Ort: 10557 Berlin
Bild: ISTA

Demokratie ist nie vollendet. Barrieren, die Menschen an gesellschaftlicher Teilhabe und Mitbestimmung hindern, geben Hinweise auf Demokratiedefizite. Zu diesen gehört auch Diskriminierung, die Benachteiligung mit Verweis auf ein Gruppenmerkmal. Teilhabebarrieren und Diskriminierung sind mit Demokratie nicht zu vereinbaren. Sie fordern dazu auf, sich aktiv für Demokratisierung und gegen Ausgrenzung einzusetzen. Doch wie kann dies gelingen?

Es ist kein leichtes Unterfangen. Abwehr und Angst können Menschen daran hindern, aktiv zu werden. Wenn diskriminierende Strukturen thematisiert werden, führt dies oft zu unbequemen Auseinandersetzungen. Oft wird auch der Hinweis auf Diskriminierung nicht für wichtig empfunden und relativiert. So wird Menschen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen, manchmal entgegnet: „übertreib mal nicht!“, „sei nicht so empfindlich“ oder „war doch nicht so gemeint“. Gleichzeitig werden Zivilcourage und zivilgesellschaftliches Engagement in der Öffentlichkeit großgeschrieben. Und trotz der beschriebenen Hürden gibt es viele Einzelpersonen sowie Initiativen, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen.
Auf dieser 10. Baustelle Inklusion wollen wir der Frage nachgehen: Was braucht es, um sich gegen Unrecht zu wehren? Diese Frage betrifft Erwachsene und Kinder. Unsere Arbeit bezieht sich auf die Bereiche Kita und Schule.

Wir vertiefen damit das Ziel 4 im Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung©, bei dem es darum geht, sich Vorurteilen und Diskriminierung aktiv zu widersetzen. Das Aktivwerden gegen Unrecht wird nicht nur als Angelegenheit von Einzelnen verstanden, sondern als Teil der institutionellen Kultur, zu der alle beitragen.

Eine demokratische Kultur in Kitas und Schulen erfordert neben der Wertschätzung von Verschiedenheit eine entschiedene Absage an Diskriminierung und Ausgrenzung. Sie zu etablieren ist eine Daueraufgabe, denn immer wieder beschneiden Ausschlüsse und Abwertungen die Rechte von Kindern und Erwachsenen. Es braucht immer wieder Begriffsklärungen und Analysen, um Vorurteile, Diskriminierung und Unrecht zu erkennen – in der Ausstattung, in den Routinen, in den Beteiligungs- und Verteilungsprozeduren, in den Regeln der Einrichtung. Und es braucht Handlungsstrategien, um sich in konkreten Situationen gegen diskriminierende Äußerungen und Handlungen zu positionieren.

Die Baustelle gibt Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Erfahrungen beim Etablieren einer demokratischen Kultur in Kitas und Schulen und zum Erproben und Kennenlernen von Handlungsstrategien gegen Diskriminierung und Herabwürdigung.
 

Veranstaltungswebseite

 

Ort
Berliner Stadtmission
Lehrter Str. 68
10557 Berlin

 

Anmeldung bitte bis 31.07.2020

 

Die Tagungsgebühr ist gestaffelt und richtet sich nach den Möglichkeiten der Teilnehmer*innen: Besonders ermäßigter Preis: 50€ / Studierende, Geringverdienende o.ä. : 75€ / kostendeckender Preis: 95€ / Solipreis: 120

 

Kontakt
anmeldung(at)kinderwelten.net

 

Das INA gGmbH/ ISTA Institut für den Situationsansatz wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ als Teil des Kompetenznetzwerks „Frühkindliche Bildung und Bildung in der Primarstufe“ gefördert.

 

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