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Warum ich mich engagiere?

Jugendliche aus dem Berliner Bezirk Treptow-Köpenick erzählen, warum sie sich für die Gesellschaft engagieren. Entstanden sind die Kurzfilme im Rahmen der Jugend-Demokratiekonferenz 2019. Die Konferenz wurde von der „Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick" organisiert, die Akteurinnen und Akteure in ihrem Engagement für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor Ort unterstützt.

Maria

Maria, 17, wünschte sie sich an ihrer Schule mehr Zeit und Raum, um sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen. So gründete sie in der 10. Klasse die Courage AG, in der sie sich freiwillig gegen Diskriminierung und Rassismus engagiert. Ihre Schule gehört zum bundesweit größten Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit der Courage AG wollte Maria nicht nur den Titel, sondern auch die Idee des Netzwerks weitertragen und das politische Bewusstsein bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern stärken.

„Durch die Courage AG wurde mir mein eigener Alltagsrassismus bewusst.“

Ella

Ella (zum Zeitpunkt des Interviews hatte sich Ella (ehemals Willy) noch nicht öffentlich geoutet bzw. hat noch einen anderen Namen benutzt) ist im Bezirks- und Landesschülerausschuss aktiv, um die Interessen von Schülerinnen und Schülern im Bezirk zu vertreten und die Kommunikation zwischen ihnen und der Bezirkspolitik zu verbessern.  Ihr Wunsch ist ein Kinder- und Jugendparlament in Berlin Treptow-Köpenick.

„Ehrenamt finde ich wichtig, da es die Gesellschaft zusammenhält, weil sich Leute um andere Leute kümmern.“

Dennis

Dennis organisiert regelmäßig gemeinsame Projekttage mit den Bewohnerinnen und Bewohnern eines Übergangswohnheim für Geflüchtete und Schülerinnen und Schülern aus dem Kiez. Mit diesen Aktionen möchte er nicht nur Vorurteile auf beiden Seiten abbauen, sondern auch Jugendliche für das Ehrenamt begeistern.

„Ehrenamt kann ein Schlüssel sein, um sein eigenes Denken zu ändern.“

Die Partnerschaften für Demokratie Treptow-Köpenick und Schöneweide

Seit 2004 bietet das Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick (ZfD) politische Bildungsarbeit an und unterstützt zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure in ihrem Engagement für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Neben vielen Projekten beherbergt das ZfD auch die Partnerschaften für Demokratie Treptow-Köpenick und Schöneweide.

Die Angebote der Partnerschaft für Demokratie Treptow-Köpenick richten sich an alle Menschen im Bezirk. Gefördert werden Projekte, die Strategien mit Bürgerinnen und Bürgern gegen Neonazis und völkischen Nationalismus entwickeln und den solidarischen Stadtteil stärken. Mit ihrer Arbeit möchte die PfD Treptow-Köpenick eine antirassistische Begegnungs- und Willkommenskultur schaffen und sich gegen jegliche Formen von Diskriminierungen einsetzen.

Die Partnerschaft für Demokratie Schöneweide möchte den öffentlichen Raum mit demokratischen Inhalten besetzen sowie demokratisch engagierte Menschen und deren Arbeit sichtbar machen. Dabei unterstützt und vernetzt sie Engagierte, die sich Neonazis, Rechtspopulistinnen und -populisten sowie anderen menschenverachtenden Einstellungen entgegen stellen. Durch ihre Arbeit schafft die PfD Schöneweide Räume, in denen Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten besonders willkommen sind.