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Nice to meet Jew!

Das Begegnungsprojekt „Meet a Jew” ist gestartet

Jessie, Adrian, Barai, Karo, Jakob oder Alexandra: Sie alle sind bereit „Miteinander statt übereinander zu reden“. Denn so lautet das Motto von „Meet a Jew“, einer Initiative des Zentralrats der Juden in Deutschland, die jüdische Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene an Schulen, Universitäten oder Sportvereine vermittelt.

Dort erzählen Karo oder Barai aus ihrem Alltag und beantworten Fragen der Jugendlichen: „Verzichtet Ihr am Sabbat auf eure Handys?“ Alle Fragen sind erlaubt. Denn es geht nicht so sehr um die Vermittlung von Wissen, sondern der Austausch auf Augenhöhe steht bei „Meet a Jew“ im Vordergrund. Schülerinnen und Schüler können so ganz unbefangen modernes jüdisches Leben in Deutschland kennen lernen.
 

„Wir wollen, dass unsere Schüler zu Botschaftern für eine Gesellschaft werden, die von friedlichem Zusammenleben geprägt ist. Die Begegnungen mit „Meet a Jew“ helfen unseren Schülern dabei, antisemitischen Äußerungen aktiv entgegentreten zu können.“

(Dr. Steffen Leibold, Leibniz Gesamtschule Duisburg)

Bestimmte Stereotypen und Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden sind nach wie vor sehr präsent. Im Laufe der Gespräche werden diese hinterfragt und aufgebrochen. Auf diese Weise erfahren die jungen Erwachsenen, wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland ist. Um die Vielfältigkeit und unterschiedliche Perspektiven zu verdeutlichen, kommen in der Regel zwei Projektteilnehmende zu den Gesprächsrunden.

„Meet a Jew“ ist aus den Projekten „Rent a Jew“ und „Likrat – Jugend & Dialog“ hervorgegangen und wird seit Ende 2019 unter dem Dach des Zentralrats der Juden gebündelt

Die 2020 neugestartete Initiative „Meet a Jew“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ nutzt die gewonnenen Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten und geht gleichzeitig neue Wege: Weitere Zielgruppen werden erschlossen und attraktive Zugänge entwickelt. Diese werden in Pilotbegegnungen erprobt und in anwendbare Methoden umgewandelt. So erweitert das Projekt sein Angebot auch auf Universitäten und Sportvereine und entwickelt Begegnungsformate in der Online-Kommunikation.

Mit über 300 Teilnehmenden ist es das bundesweit größte Begegnungsprojekt.

Flyer „Meet a Jew"

 Videokanal „Meet a Jew"