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Zu Hause nicht sicher?

12.06.2020

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Und auch Männer sind von häuslicher Gewalt betroffen. Das kann sich nur ändern, wenn sich die ganze Gesellschaft gegen Gewalt einsetzt. Daher startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine bundesweite Info-Aktion gegen häusliche Gewalt im Rahmen der Initiative „Stärker als Gewalt“.

Die Initiative will erreichen:

  • dass mehr betroffene Frauen und Männer Mut haben und sich wehren, wenn sie von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen sind,
     
  • dass mehr Menschen im Umfeld von betroffenen Personen hinsehen und ihnen helfen,
     
  • dass in der Corona Krise mit der Aktion „Zuhause nicht sicher?" alle Betroffenen Hilfe finden, die zuhause von Gewalt bedroht sind.

In der Initiative haben sich viele Organisationen zusammengeschlossen, die sich gegen Gewalt an Frauen und Männern einsetzen und helfen: Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, die Frauenhauskoordinierung, der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser, Weibernetz, das Bundesforum Männer, die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, der Sozialdienst Katholischer Männer, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes, der Bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel, der Dachverband der Migrantinnenorganisationen , die Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt und die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen.

Über die Website www.stärker-als-gewalt.de finden Betroffene und Menschen im Umfeld Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt und wo sie Hilfe finden. Das ist gerade in der Corona-Krise besonders wichtig, denn für Betroffene ist es durch die Kontaktbeschränkungen noch schwieriger, sich Hilfe zu suchen. Deshalb gibt es jetzt die Aktion „Zuhause nicht sicher?“. Wem hilft „Stärker als Gewalt“?

  • Jeder Person, die von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen ist.
  • Jeder Person, die Zeugin/Zeuge einer solchen Gewaltsituation ist.

Die Website www.stärker-als-gewalt.de erklärt, wie man Gewalt erkennt, wie man selbst handeln kann und wo man Beratung und Hilfe findet. Telefonische und Online-Beratung bietet das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016 und auf www.hilfetelefon.de anonym, kostenfrei, rund um die Uhr und barrierefrei in deutscher Sprache und 17 Fremdsprachen.