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Regenbogenportal online: Informationsquelle, Datenbank und Wissensnetzwerk in einem

09.05.2019

Mit mehr als 300 Artikeln und Videobeiträgen informiert das neue Wissensnetz des Bundesfamilienministeriums über gleichgeschlechtliche Lebensweisen und geschlechtliche Vielfalt. Ziel ist es, Unwissen, Vorbehalte und Diskriminierung abzubauen und Akzeptanz, Gleichstellung sowie ein respektvolles Miteinander zu fördern. In Berlin stellte Dr. Franziska Giffey das Portal vor.

Franziska Giffey mit jungen Leuten vor einer Bücherwand. Sie halten ein Schild hoch mit der Aufschrift regenbogenportal.de, Bild: Janine Schmitz/photothek.net
Dr. Franziska Giffey startete im queeren Jugendzentrum des Jugendnetzwerks Lambda e. V. das Regenbogenportal, Bild: Janine Schmitz / photothek.net

Was bedeutet non-binary? Welche Vorschriften gelten beim Ändern des Namens bei der Geschlechtsanpassung? Wer hilft mir bei homophober Gewalt? Und wo bekommen Eltern Rat, deren Kind intergeschlechtlich geboren wurde? In einfachen Texten und fundierten Hintergrundartikeln liefert das Portal Antworten auf Fragen wie diese. Es informiert zu Themen wie Gesundheit, Familie und Recht, greift aktuelle, gesellschaftspolitische Debatten auf und ist mit seiner Übersicht zu bundesweit knapp 300 Anlaufstellen eine praktische Orientierungshilfe. Denn nur mit Wissen können Vorurteile abgebaut und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden. Deshalb hat Dr. Franziska Giffey als einen wichtigen Schritt am 9. Mai das Regenportal im queeren Jugendzentrum Lambda vorgestellt und gestartet.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey:

"Noch nie gab es in Deutschland so viele Informationen zu LSBTI-Themen auf einen Blick. Das Regenbogenportal ist damit ein echter Fortschritt. Jeder Mensch ist einzigartig - und dennoch gehören Vorbehalte und Diskriminierung für viele lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen immer noch zum Alltag. Nach wie vor gibt es Wissenslücken über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt - und die wollen wir schließen. Das Regenbogenportal klärt auf, baut Vorurteile ab und kann dazu beitragen, Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität entgegenzutreten."


Das Regenbogenportal bietet ein umfassendes Wissensnetz für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtlich, queere Menschen und deren Familien und Angehörige, aber auch für Lehrende und Fachkräfte unterschiedlicher Bereiche. Hier finden alle, die sich privat oder beruflich mit LSBTI* beschäftigen, kompakt aufbereitetes Wissen. Das Angebot ist leicht zugänglich und kann auch auf Smartphones und Tablets genutzt werden. Um einen möglichst großen Kreis von Menschen zu erreichen, sind die wesentlichen Inhalte der Seite in Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch und Arabisch sowie in leichter Sprache verfügbar.

Das Bundesfamilienministerium finanziert das Regenbogenportal zunächst bis Ende 2020 mit knapp einer Million Euro. Das Wissensnetzwerk wird laufend mit neuen Informationen, Beratungsangeboten und Nachrichten ergänzt und informiert aktuell über gesetzliche und gesellschaftliche Veränderungen.

Zum Abbau von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität und zur Förderung der Gleichstellung von LSBTI*-Menschen sowie zur Unterstützung ihrer Familien wurde 2014 das Referat "Gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Geschlechtliche Vielfalt" im Bundesfamilienministerium eingerichtet.

Mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" setzt sich das Ministerium auch gegen Trans- und Homosexuellenfeindlichkeit ein und fördert unter anderem den Aufbau der Bundesvereinigung Trans* e. V. in der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger.
 

Weitere Informationen: Regenbogenportal