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Junge Roma und Sinti am Gedenktag in Berlin

06.08.2015

Im Rahmen des Modellprojekts „Dikhen amen! Seht uns!“ reisten junge Roma und Sinti vom 31. Juli bis zum 2. August 2015 aus ganz Deutschland nach Berlin, um sich mit der Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und um an verschiedenen Gedenkveranstaltungen zum 2. August teilzunehmen.

Bild mit Blumen und Kerzen am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Bildnachweis: Amaro Drom e.V. – "Dikhen amen! Seht uns!"
Blumen und Kerzen am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas, Bildnachweis: Amaro Drom e. V. – "Dikhen amen! Seht uns!"

Unter dem Motto „Dikh Angle! - Nach vorne schauen!“ nahmen die Jugendlichen am 1. August an einem Stadtrundgang zum Thema „Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ teil, der vom Rroma Informations Centrum organisiert wurde.
Am 2. August besuchten sie die Ausstellung „Transmitting Trauma“ in der Galerie Kai Dikhas und die Gedenkveranstaltung „Phagedo Dschi – Zerrissenes Herz“ am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.

Neben den Veranstaltungsbesuchen gab es für die Jugendlichen Gelegenheit, sich gemeinsam mit der Verfolgungsgeschichte der Roma und Sinti und mit heutigen Diskriminierungserfahrungen auseinanderzusetzen. Die Beschäftigung damit soll den Jugendlichen helfen ihre eigene Familiengeschichte zu reflektieren und Verbindungen zu ihrer Lebenswirklichkeit herzustellen und trotz der schwierigen Situation, in der sich viele von ihnen befinden, nach vorne zu schauen.

Der 2. August ist der Gedenktag für den Porrajmos - den Massenmord an den Roma und Sinti während der Zeit des Nationalsozialismus.

Das Modellprojekt „Dikhen amen! Seht uns! Empowerment und Sensibilisierung für Antiziganismus aus Sicht junger Roma und Sinti“ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Weitere Informationen zu dem Modellprojekt finden Sie auch auf der Internetseite von Amaro Drom e. V.