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Jugendliche erhalten Margot-Friedländer-Preis für Projekte zum jüdischen Leben

07.03.2018

Drei Projekte von Schülerinnen und Schülern zum jüdischen Leben wurden am 6. März 2018 mit dem Margot-Friedländer-Preis geehrt. In Hamburg lässt eine App die ehemalige Bornplatzsynagoge wieder sichtbar werden, in Braunschweig erinnert ein Interview- und Rechercheprojekt an die Deportation Braunschweiger Sinti vor 75 Jahren, und im sächsischen Rochlitz erschien ein Themenheft der Schülerinnen- und Schüler-Zeitung zum jüdischen Leben vor, während und nach dem Holocaust. Die Laudatio hielt Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble.

Die Holocaustüberlebende Margot Friedländer gratuliert Schülerinnen und Schülern zu ihrem Wettbewerbssieg; rechts: André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung. Bild: (c) Schwarzkopf-Stiftung, Adrian Jankowski
Die Holocaustüberlebende Margot Friedländer gratuliert Schülerinnen und Schülern zu ihrem Wettbewerbssieg; rechts: André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung. Bild: (c) Schwarzkopf-Stiftung, Adrian Jankowski
Preisträgerinnen und Preisträger mit der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer (Bildmitte), dem Laudator Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und dem Vorstandsvorsitzenden der Schwarzkopf-Stiftung, André Schmitz-Schwarzkopf (re.); Bild: (c) Sch
Preisträgerinnen und Preisträger mit der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer (Bildmitte), dem Laudator Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (vorn) und dem Vorstandsvorsitzenden der Schwarzkopf-Stiftung, André Schmitz-Schwarzkopf (re.); Bild: (c) Schwarzkopf-Stiftung, Adrian Jankowski

Den mit 5.000 Euro dotierten, ersten Preis erhielten Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Joseph-Carlebach-Schule in Hamburg. Sie entwickelten eine App, mit der ein Nutzer die ehemalige Bornplatzsynagoge mit Virtual-Reality-Brille durchlaufen kann.

Die Braunschweiger Nibelungen-Realschule wurde mit dem zweiten Preis (1.000 Euro) für ihr Interview- und Rechercheprojekt „Die Sinti in Braunschweig gestern, heute und morgen“ geehrt. Zum 75. Jahrestag der Deportation der Braunschweiger Sinti am 3. März 1943 erinnert nun eine Informationstafel an das Schicksal der Opfer.

Eine Zeitung zum jüdischen Leben vor, während und nach dem Holocaust erarbeiteten zehn Jugendliche aus Haupt- und Realschul-Klassen der Oberschule „An Der Mulde“ in Rochlitz, Sachsen. Sie holten mit dem Projekt „Nie wieder! Never Again!“ den dritten Preis (600 Euro). Dabei spielen Musik, Essen und Festtage, zu denen mit Zeitzeugen gearbeitet wird, eine Rolle.

Der Margot-Friedländer-Preis ist ein Wettbewerb der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa. Er richtet sich bundesweit an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II aller Schulformen sowie an Jugendliche und Auszubildende zwischen 14 und 25 Jahren. Teilnehmende Jugendliche setzen sich in Projekten mit dem Holocaust auseinander, mit seiner Überlieferung und mit Zeugenschaft in interaktiven Projekten. Sie engagieren sich gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung. Die Projekte sind zum Zeitpunkt der Preisverleihung noch nicht abgeschlossen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Schwarzkopf Stiftung Junges Europa im Rahmen von „Demokratie leben!“ in ihrer Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger.