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„Demokratie leben!“ in den USA: International handeln gegen Rassismus- und Antisemitismus

26.06.2017

Das Engagement für die Stärkung demokratischer Haltungen stand im Zentrum einer USA-Reise des Staatssekretärs Dr. Ralf Kleindiek.

Dr. Ralf Kleindiek (Bildnachweis: Bundesregierung / Denzel)
Dr. Ralf Kleindiek (Bildnachweis: Bundesregierung / Denzel)

Anlässlich einer Reise von Fachkräften des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ reiste Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, nach Washington D.C. in den USA. Vom 24. Juni bis zum 28. Juni war der Staatssekretär in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten zu Gast und besuchte unter anderem das United States Holocaust Memorial Museum.

Internationaler Fachkräfteaustausch

Im Zentrum der Reise stand die Teilnahme an dem von „Demokratie leben!“geförderten Fachkräfteaustausch zur Prävention und Bekämpfung von Antisemitismus und Intoleranz ("Confronting Antisemitism and Intolerance: An International Exchange"). Fachlich konzipiert und organisiert wurde dieser Austausch von der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V. in Zusammenarbeit mit dem United States Holocaust Memorial Museum und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft". Das Bundesfamilienministerium fördert dieses Projekt.

Anlässlich des Fachkräfteaustauschs betonte Ralf Kleindiek:

"Ich schätze die historisch-politische Bildungsarbeit des United States Holocaust Memorial Museums sehr. Denn das Thema Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind leider nach wie vor eine sehr aktuelle Herausforderung. Das Engagement für die Stärkung demokratischer Haltungen, für einen respektvollen Umgang miteinander und die Präventionsarbeit gegen menschenfeindliche Ideologien, welcher Ausrichtung auch immer, ist wichtiger denn je."

Methoden der Rassismus- und Antisemitismusprävention

Am Fachkräfteaustausch wirkten auf deutscher Seite 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit, deren Träger allesamt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert werden und die sich in unterschiedlicher Weise für Demokratie, Toleranz und Vielfalt einsetzen.

Ziel der Fachkräftereise war es, in einen internationalen Austausch mit US-amerikanischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) und staatlichen Stellen zu treten und sich über Konzepte und Methoden der Rassismus- und Antisemitismusprävention, der Stärkung der Zivilgesellschaft (community building) sowie der Lehren aus dem Holocaust und Genozid (Holocaust and Genocide Education) auszutauschen.

Darüber hinaus traf Staatssekretär Dr. Kleindiek zu Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertreter verschiedener NGOs, wie auch mit einem Kongressabgeordneten der Demokratischen Partei und einem Vertreter des US-amerikanischen Außenministeriums zusammen, um über aktuelle Herausforderungen der Engagementpolitik sowie über Konzepte der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention zu diskutieren.

Internationaler Jugendfreiwilligendienst

Um die Arbeit junger Freiwilliger in Washington kennenzulernen, besuchte der Staatssekretär zudem eine Einsatzstelle des Internationalen Jugendfreiwilligendienstes in Washington, um sich mit den fünf jungen Freiwilligen auszutauschen und ihnen für ihr Engagement vor Ort zu danken.