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„Demokratie leben!“ auf der gamescom 2017 in Köln

28.08.2017

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ war in diesem Jahr erstmals mit einem Messestand auf der gamescom vertreten. Die gamescom ist die weltweit größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, insbesondere Video- und Computerspiele und hat  vom 22. bis 26. August 2017 stattgefunden.

Logo der gamescom
Logo der gamescom
Der Messestand von „Demokratie leben!“ auf der diesjährigen gamescom
Der Messestand von „Demokratie leben!“ auf der diesjährigen gamescom
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley am Infostand der No-Hate-Speech-Kampagne
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley am Infostand der No-Hate-Speech-Kampagne
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley im Gespräch mit Mitarbeitenden des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley im Gespräch mit Mitarbeitenden des Bundesprogramms „Demokratie leben!“
Der Messestand von „Demokratie leben!“ auf der diesjährigen gamescom
Der Messestand von „Demokratie leben!“ auf der diesjährigen gamescom

Die gamescom richtet sich an online- und computerspielaffine Jugendliche und junge Erwachsene und findet seit 2009 alljährlich in Köln statt. In diesem Jahr haben über 350.000 Besucherinnen und Besucher einen neuen Rekord aufgestellt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesprogramms beantworteten die Fragen der Besucherinnen und Besucher zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und verteilten Informationsmaterial. Um einen praktischen Eindruck von den durch die Förderung ermöglichten Maßnahmen zu vermitteln, haben zusätzlich vier Projekte ihre Arbeit vorgestellt:

  • Vom 22. bis 24. August präsentierte Drudel 11 e. V. sein Modellprojekt „oha online hass abbauen – virtuelle Trainings gegen Hass und Gewalt“. In dem Projekt sollen rechtsextrem orientierte Jugendliche, begleitet durch ein Mentoring, ein Online-Training zur Deradikalisierung über eine e-Learning-Plattform absolvieren. Inhalt des Projektes ist die Entwicklung der Module und Übungen des Trainingskurses sowie die Gewinnung, Schulung und Begleitung der (ehrenamtlichen) Mentorinnen und Mentoren. Drudel 11 e. V. hat eine eigens für die Messe angepasste kleine Übungssequenz aus dem Trainingsprogramm vorgestellt. Die virtuellen Übungen konnten von den Besucherinnen und Besuchern auf Tablets durchgespielt werden.
  • Die No Hate Speech-Kampagne der „Neuen Deutschen Medienmacher“ positioniert sich offensiv gegen Hetze im Internet, entwickelt Gegenstrategien und unterstützt Betroffene. Am 23. und 24. August wurde die Online-Kampagne vorgestellt. Für die Besucherinnen und Besuchern gab es eine Mitmachaktion, bei der Bilder ausgedruckt und gleichzeitig im Internet gepostet werden konnten.
  • Das Hauptziel des Projektes „TANDEM TolerANz fördern, DEmokratie erfahren, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit abbauen“ besteht darin, jungen, zur Radikalisierung neigenden Menschen im Rahmen von präventiven Angeboten Handlungsalternativen anzubieten, um ihrer demokratiefeindlichen politischen Einstellung entgegenzuwirken. RE/init e. V. präsentierte am 25. und 26. August sein Modellprojekt mithilfe einer „Vorurteilswand“. Dabei wurden Vorurteile auf Moderationskarten geschrieben und an eine Pinnwand geheftet. Gleichzeitig wurden Gegenargumente und Erwiderungsstrategien gesammelt. Darüber hinaus gab es eine Twitter-Aktion mit projektbezogenen Hashtags ( #Tandem-NRW, #Stammtischparolen, #DemokratieSupport usw.). Unter diesen Hashtags wurden Beispiele für gelungene Dekonstruktionen und Gegenstrategien aus der Übung mit der Vorurteilswand gezeigt.
  • Am 25. und 26. August war Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. vor Ort. Der Verein begleitet individuell und ortsunabhängig Menschen, die sich durch rechtsextremistische, rassistische oder andere menschenfeindliche Erscheinungen in Ihrem Lebensumfeld beeinträchtigt fühlen. Die Mitglieder des Beratungsteams sind im Bereich Online-Beratung und in systemischer Beratung professionell ausgebildet.

Am 23. August stattete Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley dem Informationsstand des Bundesprogramms einen Besuch ab. Hierbei informierte sie sich über die Maßnahmen des Programms zur Stärkung des Engagements für Demokratie und Vielfalt im Netz. Mit ihrer Teilnahme an einer Fotoaktion der No-Hate-Speech-Kampagne setzte die Ministerin außerdem ein deutliches Zeichen gegen Hass im Netz.

Weitere Informationen zur gamescom gibt es unter www.gamescom.de