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Buber-Rosenzweig-Medaille an die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus und das Netzwerk für Demokratie und Courage e. V. verliehen

11.03.2019

Am 10. März 2019 wurde im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit die Buber-Rosenzweig-Medaille an die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) und das Netzwerk für Demokratie und Courage e. V. (NDC) in Nürnberg verliehen. Beide Initiativen sind Programmpartner des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und werden im Rahmen der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger gefördert.

Buber-Rosenzweig-Medaille. Bildnachweis: Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR)
Buber-Rosenzweig-Medaille. Bildnachweis: Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR)
Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille, Bild: Rafael Herlich
Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille, Übergabe der Medaille (v.l.): Dr. Margaretha Hackermeier (Katholische Präsidentin des DKR), Dervis Hizarci (Vorstandsvorsitzender KIgA), Ralf Hron (Vorstandsvorsitzender NDC), Pfarrer Friedhelm Pieper (Evangelischer Präsident); Bild: Rafael Herlich

Mit dieser Auszeichnung wird der besondere Verdienst der Preisträger um die Verständigung zwischen Christen und Juden anerkannt. Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement im Land Berlin, würdigte in ihrer Laudatio den täglichen Einsatz der beiden Initiativen gegen Antisemitismus.

Seit 2003 entwickelt die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) e. V. Konzepte für die pädagogische Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft und führt die Bereiche Bildungsforschung und –praxis zusammen. Schwerpunkt ihrer Arbeit im Rahmen des Bundesprogramms liegt in der Antisemitismusprävention. Dafür qualifiziert die Initiative Erwachsenenbildnerinnen und -bildner, welche KIgA bei der bundesweiten Fort- und Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren unterstützen. Zudem fördert KIgA den jüdisch-muslimischen Dialog, um der Instrumentalisierung des Antisemitismus für antimuslimischen Rassismus entgegenzuwirken.

Das von jungen Leuten getragene bundesweite Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) engagiert sich für Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken. Durch seine Projektaktivitäten bestärkt es den Mut zum Antirassismus. Das Hauptaufgabenfeld des NDC ist die Ausbildung von Menschen zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie die Durchführung von Projekttagen, Seminaren und Fortbildungen vor allem an Bildungseinrichtungen.

Seit 1952 veranstalten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im März eines jeden Jahres die  Woche der Brüderlichkeit. Zur Eröffnungsfeier verleiht der Deutsche Koordinierungsrat seit 1968 die Buber-Rosenzweig-Medaille in Erinnerung an die jüdischen Philosophen Martin Buber und Franz Rosenzweig an Personen, Institutionen oder Initiativen, die sich insbesondere um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Das Motto der diesjährigen Woche lautet „Mensch, wo bist Du? Gemeinsam gegen Judenfeindschaft“.

Der Deutsche Koordinierungsrat vertritt als bundesweiter Dachverband die mehr als 80 Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland auf nationaler und internationaler Ebene. Er ist größtes Einzelmitglied im Internationalen Rat der Christen und Juden (ICCJ), in dem 32 nationale Vereinigungen für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vertreten sind.