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„Respekt für Religion - Gemeinsam für kulturelle und religiöse Vielfalt in Sachsen-Anhalt“

Kontaktdaten

Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e. V. (KEB)
Max-Josef-Metzger-Straße 3
39104 Magdeburg
Tel: 0391 56 28 276
projekt(at)keb-sachsen-anhalt.de
http://keb-sachsen-anhalt.de/kebprojekte/respekt-fuer-religion/


Themenfeld

Aktuelle Formen von Islam-/Muslimfeindlichkeit


Projektziele

Weltweit sind Menschen vor Krieg, Verfolgung und Naturkatastrophen auf der Flucht. Dadurch steigt auch in Sachsen-Anhalt der Anteil von Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen. Durch die Bürgerkriege insbesondere in Syrien und Libyen sind unter ihnen viele Menschen muslimischen Glaubens. Diese aktuellen demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendhilfe vor neue Aufgaben und Fragestellungen. Darüber hinaus ist Sachsen-Anhalt auf mehr zugewanderte Fachkräfte angewiesen. Für ein respektvolles Miteinander sind bei allen Beteiligten Offenheit, Wissen und Empathie notwendig.

„Respekt für Religion“ ist ein Bildungs- und Beratungsprojekt, das sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen-Anhalt richtet. Das Projekt will Fragen, Unsicherheiten und Befürchtungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgreifen und zugleich für Momente sensibilisieren, in denen das eigene Verhalten zu Ausgrenzung führt. Das Ziel dabei ist, eine interkulturelle Öffnung im Sinne einer Willkommenskultur der teilnehmenden Institutionen und Einrichtungen zu erreichen. Dafür ist es notwendig, das Verständnis und die Akzeptanz gegenüber Menschen mit sicht- und hörbarem Migrationshintergrund und tatsächlicher oder zugeschriebener Zugehörigkeit zum islamischen Glauben oder einer anderen Religionsgemeinschaft zu erhöhen.

Im Projekt sollen neue Methoden entwickelt und erprobt werden, die für weitere Bildungsangebote nutzbar sind. So sind beispielsweise die Erstellung eines „Methodenkoffers“ und die Veröffentlichung von Best-Practice-Beispielen für pädagogische Fachkräfte geplant.


Handlungskonzept

Demokratie, Akzeptanz und Offenheit müssen in Bildungsprozessen erfahrbar gestaltet sein. Hierfür bedarf es der Bereitschaft aller am Prozess Beteiligten, eigene Einstellungen und Haltungen in Frage zu stellen und neue Wege des Miteinanders zu gehen. Das Projekt „Respekt für Religion“ wird sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einen intensiven, von Austausch geprägten Bildungsprozess begeben. Geplant sind 5- bis 9-tägige Seminarreihen (in Modulen) zur Förderung von Interkultureller und Gender-Kompetenz mit festen Teilnehmerinnen- und Teilehmer-Gruppen, die ehrenamtlich, neben- und hauptberuflich in der Jugendhilfe tätig sind. Diese Zeitspanne ermöglicht, neue Begegnungen und Erfahrungen zuzulassen und diese zu reflektieren. Es wird ein Lernumfeld geschaffen, in dem Reflexion möglich ist (z.B. Arbeit in externen Bildungshäusern, um Abstand zum Alltag herzustellen und neue Sichtweisen zu ermöglichen; Exkursionen; fachliche Impulse durch externe Referentinnen und Referenten).

Darüber hinaus bietet das Projekt Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beratungen und Coachings für eine Interkulturelle Öffnung der eigenen Einrichtung an. Um Synergie-Effekte zu erreichen und einen größtmöglichen Fundus an Erfahrungen aufbauen zu können, sollen des Weiteren die kooperierenden Einrichtungen und Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander in einen fachlichen Austausch gebracht werden und regelmäßige kollegiale Fallberatungen durchführen.

Nach Ablauf des Modellprojektes sollen die neu entstandenen sowie die erweiterten Netzwerke und Kooperationen aufrechterhalten und regelmäßig die Möglichkeit für einen Austausch und Beratungen gegeben werden. Das entwickelte und erprobte Methoden-Repertoire wird veröffentlicht und nachhaltig nutzbar für interessierte Institutionen sein.