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Kurz vorgestellt: Wie es ist, anders zu sein

Vorurteilsbewusste Kinderbücher hat die lokale Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz im Landkreis Trier-Saarburg ausgewählt, als sie den bundesweiten Vorlesetag am 17. November 2017 ausrichtete. Insgesamt hörten 140 Kinder an sieben Standorten vom Kinderhort bis zur Ganztagsschule Geschichten, die keine Stereotype oder diskriminierenden Abbildungen enthalten.

Vorlesetag an der Grundschule Konz, Bildnachweis: Benedikt Laubert/Trierischer Volksfreund
Schulleiter Thomas Kürwitz liest in der Klasse 3b in der Grundschule St. Johann aus einem vorurteilsbewussten Kinderbuch vor. Bildnachweis: Benedikt Laubert/Trierischer Volksfreund

In der Klasse 3b in der Grundschule St. Johann in Konz lauschen die 20 Kinder der Geschichte von Tom, den die anderen Kinder mobben, weil er schnell errötet. Die anfängliche Hänselei wird handgreiflich, und jetzt ist der Mut anderer Kinder gefragt, um die Gewalt zu stoppen.

Schulleiter Thomas Kürwitz hat aus dem Buch „Tomatenrot“ über Mobbing vorgelesen. „Das ist ein Thema, das in der Schule allgegenwärtig ist“, sagte er der Zeitung Trierischer Volksfreund. Das Buch fordere auf, sich in den anderen hineinzuversetzen.

Mit  vorurteilsbewussten Büchern sollen Kinder angeregt werden, ihren Horizont zu erweitern, und vielfältige Lebensgewohnheiten kennenlernen. Manche erhalten Beispiele, die Mut machen, sich gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu wehren. Diskriminierung fängt bei problematischen Sprachverwendungen an und setzt sich in den Bildern und Welten fort, die die Bücher erzeugen.

Gerade an der Grundschule St. Johann gebe es eine Vielfalt an Lebensgewohnheiten, sagte Schulleiter Kürwitz. Die Eltern jedes zweiten Schülers kämen aus einem anderen Land.

Die Organisatorin Katarina Larrá von der lokalen Partnerschaft für Demokratie sagte zum Konzer Schwerpunkt: „Literatur ist ein gutes Medium, um Kinder für Diskriminierung zu sensibilisieren.“  Sprache präge die Art, wie Kinder denken – im Guten wie im Schlechten. In  vorurteilsbewussten Büchern werde darauf geachtet, dass Text und Bilder keine Stereotypen enthalten und dass Diskriminierungen nicht abgebildet sind. „Im Gegenteil“, sagte sie, „es wir dazu animiert, kritisch über Diskriminierung, Anderssein oder auch Kultursensibilität nachzudenken“.

Weitere Informationen zur Partnerschaft für Demokratie Verbandsgemeinde Konz