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wir sind viele - Einwanderungsgesellschaft für heute und morgen neu denken

Kontaktdaten

Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen (NeMO) e. V.
Beuthstr. 21
44147 Dortmund
Tel: 0231 28678243
bf(at)bv-nemo.de


Themenfeld

Empowerment zur demokratischen Teilhabe


Projektziele

Ziel des Projekts „Wir sind viele – Einwanderungsland für heute und morgen neu denken“  ist es, die Selbstwahrnehmung und das Selbstverständnis von Personen zu stärken, die durch soziale Konstrukte und Zuschreibungen strukturell benachteiligt werden. Sie sollen ermutigt und befähigt werden, ihre eigenen Ressourcen sowie ihre Fähigkeiten für mehr Beteiligung und zur Gestaltung ihrer sozialen Lebenswelt zu nutzen.

Es besteht die Auffassung, dass weder in der Mehrheitsbevölkerung noch in den migrantischen Communities heute eine konkrete Auseinandersetzung mit Mehrfach-Identitäten nur unzureichend stattfindet. Wenn sich die allgemeine Sozialisation in Deutschland, sowohl bei der Mehrheitsgesellschaft als auch bei der migrantischen Community, nach dem Entweder-Oder-Prinzip richtet, führt dies vor allem bei der jüngeren Generation mit Migrationsbezug oftmals zu einer Verunsicherung.

Das Konzept der Mehrfach-Identitäten und ein positiver Umgang damit soll hier als neuer Ansatz für die Selbstwahrnehmung, aber auch für die Aushandlungsprozesse innerhalb lokaler Sozialräume eingeführt werden. Wenn das gemeinsame Suchen, Erkennen und Aushandeln eines neuen Miteinanders zu selten stattfindet, soll das Reden miteinander und nicht übereinander grundlegend für den Umgang miteinander sein. 

Vor allem dass die junge Generation einbezogen wird, soll den Blick erweitern auf die Realitäten der zweiten und dritten Generation. Der Prozess soll nicht bei den Zuschreibungen für die erste, migrierte Generation stehen bleiben. Die Erfahrungen der Mitgliedsverbünde im Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e. V. (NeMO) in ihren jeweiligen Stadtgesellschaften zeigen, dass sich für die zweite und dritte Generation ein zivilgesellschaftliches Engagement durch ein fehlendes Zugehörigkeitsgefühl oftmals schwieriger gestaltet.


Handlungskonzept

Mit den Kooperationspartnern Bundesvereinigung Soziokulturelle Zentren e. V. und i,Slam e. V. sowie der Schirmherrin Idil Nuna Baydar aka Jilet Ayse sollen in innovativen Dialogformaten und mit künstlerischen Mitteln – wie zum Beispiel Poetry Slam – Zuschreibungen, Ängste und Vorurteile offen und direkt zwischen den migrantischen Communities und der Mehrheitsbevölkerung angesprochen und bearbeitet werden. Mit dem Modellprojekt „Wir sind viele“ sollen bislang fünf städtische Gemeinschaften unter dem Stichwort „Zusammenhalt der Unterschiedlichkeiten“ zusammenarbeiten.

In Kooperation mit den Partnerinnen und Partnern sollen Konzepte der Dialogprozesse und Empowerment-Workshops entwickelt werden. Es werden aufeinander aufbauende Veranstaltungen und Formate zu Mehrfachidentitäten für migrantische Akteurinnen und Akteure sowie solche der Mehrheitsbevölkerung durchgeführt. Schließlich soll eine größere Dialogkonferenz organisiert werden, um das Konzept der Mehrfach-Identitäten mit einem breiteren Fachpublikum zu diskutieren.