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Internationale Wochen gegen Rassismus 2017

Vom 13. – 26. März finden die diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Rund um den von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ am 21. März finden deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt. Auch viele Projekte aus „Demokratie leben!“ beteiligen sich.

KAMPAGNENMOTTO “100% MENSCHENWÜRDE – ZUSAMMEN GEGEN RASSISMUS”

Die Aktionswochen gehen auf das Massaker von Sharpeville zurück, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 während einer friedlichen Demonstration gegen die Apartheid 69 Menschen tötete und weitere 180 verletzte. Sechs Jahre später riefen die Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung aus. Seit 1994 koordiniert der Interkulturelle Rat die Initiativen und Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland. Die „Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus“ besteht seit 2014 und unterstützt den Interkulturellen Rat bei der Durchführung.

Im Jahr 2017 finden anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus deutschlandweit mehr als 1200 Veranstaltungen statt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wird ebenfalls einen Projekttag gegen Rassismus besuchen. Auch zahlreiche Programmpartner aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ beteiligen sich. Hier einige Beispiele:


HEIMAT – Internationale Wochen gegen Rassismus in Stuttgart

Das Forum der Kulturen Stuttgart organisiert anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus mit weiteren Kooperationspartnern eine neuntägige Reihe mit fast 30 Veranstaltungen.

Hierbei richten beispielsweise die Neuen Deutschen Medienmacher zusammen mit der Hochschule für Medien Stuttgart und dem Büro für Antidiskriminierungsarbeit Stuttgart am 18. März unter dem Titel „Diskriminierungssensible Berichterstattung in der Migrationsgesellschaft“ einen Fachtag für Medienschaffende aus.

Am 20. März hält die Stuttgarter Initiative HEIMAT den Workshop „Antimuslimische Einstellungen im (Arbeits-)Alltag“ ab, der sich an Lehrerinnen und Lehrer richtet. Sie sollen hierbei für antimuslimischen Rassismus sensibilisiert und zur pädagogischen Begegnung mit dem Phänomen befähigt werden.

Ebenfalls am 20. März lädt die Türkische Gemeine in Baden-Württemberg im Rahmen des Projekts „Andrej ist anders und Selma liebt Sandra“ zu einem Vortrag und anschließendem Gespräch über Lebensgeschichten von jungen Menschen mit Migrationshintergrund ein, die sich der Herausforderung gestellt haben, sich mit ihrer sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität auseinanderzusetzen.

Das Stuttgarter Team von Dialog macht Schule veranstaltet am 22. März einen Workshop für Jugendliche und Professionelle aus der Jugend- und politischen Bildungsarbeit, auf der Potenziale und Grenzen des Dialogs diskutiert werden sollen. Unter anderem soll erörtert werden, ob Dialog die Antwort auf Rassismus und Diskriminierung sein kann.

Informationen zu den Internationen Wochen gegen Rassismus in Stuttgart


Lüneburger Wochen gegen Rassismus – für eine offene Gesellschaft

Auch in Lüneburg finden mit Unterstützung der dortigen Partnerschaft für Demokratie viele Veranstaltungen anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

So hält beispielsweise ein Vertreter der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten am 21. März einen Vortrag mit anschließender Diskussion unter dem Titel „Elemente und Ursprünge des Antiziganismus“. Die Stiftung führt im Rahmen von „Demokratie leben!“ das Projekt „Kompetent gegen Antiziganismus/Antiromaismus (KogA)“ durch.

Vom 13. – 26. März ist in Lüneburg die Ausstellung „Rechtsextremismus heute“ der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt Braunschweig (ARUG) und des Zentrums Demokratische Bildung am Landespräventionsrat Niedersachsen zu sehen. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 sowie die interessierte  Öffentlichkeit. Der Eintritt ist frei.

Informationen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Lüneburg


Logo der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus

Rund 40 bekannte Persönlichkeiten helfen im Rahmen des Projekts „Prominent gegen Rassismus“ dabei, möglichst viele Menschen zu erreichen und zu motivieren, sich gegen Rassismus und Gewalt zu engagieren. An der von der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus durchgeführten Initiative beteiligen sich unter anderem der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, die früheren Präsidenten des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Rita Süssmuth und Dr. Wolfgang Thierse, die Bundestagsvizepräsidentinnen Claudia Roth und Petra Pau. In diesem Zusammenhang wird die Familienministerin Schwesig an einem Projekttag an einer Berufsschule in Rostock teilnehmen, um gemeinsam mit Auszubildenden über Diskriminierung und Rassismus zu diskutieren.

Viele der Beteiligten bieten ihr Engagement bei lokalen Antirassismus-Veranstaltungen an. Ob als Referent bzw. Referentin, für ein Interview oder eine Podiumsdiskussion oder Gast in einer Schulklasse – die Mitwirkungsangebote der Prominenten sind vielfältig. Das Projekt wird durch „Demokratie leben!“ gefördert.

Weitere Informationen zu „Prominent gegen Rassismus“


Einen umfassenden Veranstaltungskalender zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus finden Sie hier.