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Abgeschlossene Programme und Initiativen

TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN

Logo des Bundesprogramms

Das Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat von 2011 bis 2014 deutschlandweit Projekte für Toleranz und Demokratie sowie gegen Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gefördert. Es setzte im präventiv-pädagogischen Bereich an und richtete sich vor allem an Kinder und Jugendliche, aber auch an Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, lokal einflussreiche staatliche und zivilgesellschaftliche Akteure sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN konzentrierte sich auf drei Programmbausteine: Lokale Aktionspläne, Modellprojekte und Beratungsnetzwerke.

  • In den mehr als 170 Lokalen Aktionsplänen fanden sich die demokratischen Kräfte einer Stadt oder eines Landkreises zusammen, um vor Ort gemeinsam eine Strategie für Toleranz und Vielfalt zu entwickeln und zivilgesellschaftliches Engagement durch die Förderung von Einzelprojekten zu unterstützen. Viele der Kommunen setzen diese Arbeit im aktuellen Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Rahmen einer „Partnerschaft für Demokratie“ fort.
  • Über 50 geförderte Modellprojekte erprobten innovative Methoden und Ansätze in der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Das Bundesprogramm förderte die Beratungstätigkeit der mit dem Bundesprogramm „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ etablierten 16 landesweiten Beratungsnetzwerke, die bei rechtsextremen Vorfällen schnelle, kompetente und passgenaue Hilfe leisten.

Das aktuelle Bundesprogramm „Demokratie leben!“ baut auf den Erfahrungen und Erkenntnissen von TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN auf und setzt dessen Arbeit in vielen Bereichen fort.

Abschlussbericht des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN

Programmevaluation des Bundesprogramms TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN: Wissenschaftliche Begleitung der Beratungsnetzwerke / Abschlussbericht


Initiative Demokratie Stärken

Logo der Initiative

Mit dem Bundesprogramm „Initiative Demokratie Stärken“ förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Modellprojekte in den Themenfeldern Linksextremismus und islamistischer Extremismus, die – ähnlich wie die Präventionsprogramme gegen Rechtsextremismus – vorrangig im pädagogischen und bildungsorientierten Bereich ansetzten. Insbesondere sollten junge Menschen dazu befähigt werden, demokratiefeindliche Positionen zu erkennen und sich kritisch mit diesen Positionen auseinanderzusetzen.

Bundesweit wurden 40 Projekte mit modellhaftem Charakter gefördert, um neue präventive Ansätze in der Praxis zu erproben. Um den genauen Ursachen für Linksextremismus und islamistischen Extremismus bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland auf den Grund zu gehen, wurden zudem wissenschaftliche Forschungsvorhaben unterstützt.

Da mit dem Programm vergleichsweise neue Handlungsfelder eröffnet und bearbeitet wurden, war „Initiative Demokratie Stärken“ bewusst als „lernendes“ Programm angelegt worden. Die Umsetzungserfahrungen im Programmbereich Linksextremismus, aber auch wissenschaftliche Debatten zeigten schließlich, dass der Bedarf für einen flächendeckenden Programmbereich zur Prävention von Linksextremismus im Jugendalter nicht gegeben ist.

Für den Bereich des islamistischen Extremismus wurde ein Bedarf festgestellt, auch weiterhin pädagogisch ansetzende Konzepte zur Auseinandersetzung sowohl mit islambezogenen Polarisierungstendenzen als auch mit islamistischen Orientierungen, Demokratiedistanz und Abwertung von Andersgläubigen bei jungen Muslim/-innen sowie mit Islam-/Muslimfeindlichkeit von mehrheitsgesellschaftlichen Akteuren weiterzuentwickeln und praktisch zu erproben.

Die im Bundesprogramm „Initiative Demokratie Stärken“ gewonnenen Erkenntnisse wurden im aktuellen Bundesprogramm „Demokratie leben!“ insbesondere bei der Ausgestaltung des Programmbereichs „Modellprojekte zur Radikalisierungsprävention“ berücksichtigt.

Abschlussbericht des Bundesprogramms „Initiative Demokratie Stärken“


XENOS - Ausstieg zum Einstieg

Logo des Xenos Sonderprogramms

Mit dem XENOS-Sonderprogramm „Ausstieg zum Einstieg“ unterstützte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds von 2009 bis 2013 den Ausstieg junger Menschen aus der rechten Szene. Gefördert wurden Initiativen, Projekte und Vereine, die neue Ideen entwickeln, um den Ausstieg aus einem rechtsextremen Umfeld mit dem Einstieg in Arbeit zu verknüpfen.

Im Mittelpunkt stand die gezielte Förderung arbeitsmarktlicher Ansätze. Die Projekte arbeiteten daran, ausstiegswilligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen besseren Zugang zu Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung zu ermöglichen. Beispielsweise wurden für junge Menschen, die sich bereits in einem Beschäftigungsverhältnis befinden und Kontakt zu rechten Szene haben, Strategien für einen beruflichen Wechsel in andere Regionen entwickelt. Ziel war ein geografischer, kultureller und beruflicher Perspektivenwechsel, sodass die Kontakte zum rechtsextremen Umfeld abgebrochen werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Förderung des Erfahrungsaustauschs zwischen den Aussteigerinitiativen. Neben dem Austausch bundesweiter Ansätze wurden auch transnationale Erfahrungen auf dem Gebiet der Aussteigerkonzepte in die deutsche Projektlandschaft getragen.

Abschlussbericht des XENOS-Sonderprogramms „Ausstieg zum Einstieg“


VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie

Logo des Bundesprogramms

Im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2007 bis 2010 Projekte zur nachhaltigen Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.

Das Programm hatte zwei Umsetzungsschwerpunkte:

  1. Förderung Lokaler Aktionspläne in kommunaler Verantwortung zur Stärkung der Demokratieentwicklung vor Ort.
  2. Förderung von Modellprojekten, die innovative Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus verfolgen.

Gemeinsamer Abschlussbericht der Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“

Wissenschaftlicher Abschlussbericht der Programmevaluation des Deutschen Jugendinstituts
der Bundesprogramme "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" und "kompetent. für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus"
Berichtszeitraum 01.07.20016 bis 31.12.2010
Deutsches Jugendinstitut

Abschlussbericht zum Berichtszeitraum 01.01.2008 – 31.12.2010 der Wissenschaftlichen Begleitung in Programmsäule 1: „Entwicklung integrierter lokaler Strategien“ (Lokale Aktionspläne)
ISS und Camino-Werkstatt

Gesamtbericht der wissenschaftlichen Begleitung Themencluster: "Auseinandersetzung mit historischem und aktuellem Antisemitismus" für den Berichtszeitraum 16.05.2008 - 31.08.2009
Universität Bielefeld Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) / proVal GbR Hannover Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation

Gesamtbericht zum Stand der Umsetzung der wissenschaftlichen Begleitung Themencluster: "Präventions- und Bildungsangebote für die Einwanderungsgesellschaft" - 31.08.2009
INA an der Freien Universität Berlin

Abschlussbericht der Wissenschaftlichen Begleitung im Themencluster: "Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen" - 30.04.2011
INA an der Freien Universität Berlin

Gesamtbericht der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojektclusters 4: "Früh ansetzende Prävention" Januar 2008 bis August 2009
Univation Institut für Evaluation Dr. Beywl & Associates GmbH

 

 


kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus

Logo des Bundesprogramms

Von 2007 bis 2010 unterstützte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ die Länder beim Aufbau von landesweiten Beratungsnetzwerken, die in krisenhaften Situationen mit rechtsextremem Hintergrund fachkompetente Hilfe und Beratung bereitstellen.

Gemeinsamer Abschlussbericht der Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“

Abschlussbericht der Wissenschaftlichen Begleitung des Bundesprogramms „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ 2007–2010
Deutsches Jugendinstitut

Endbericht der Wissenschaftlichen Begleitung für den Berichtszeitraum 01.02.2008 bis 31.12.2010 „kompetent. für Demokratie – Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“
ISS und Camino-Werkstatt


Orte der Vielfalt

Logo Orte der Vielfalt

Ziel der im Jahr 2007 von der Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Bundesministerium des Innern und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration ins Leben gerufenen Initiative „Orte der Vielfalt“ war es, Städte, Gemeinden und Kreise in ganz Deutschland in ihrem Engagement für Vielfalt zu stärken. Unterstützt wurde die Initiative durch die Länder, die kommunalen Spitzenverbände, Wirtschaft und Gewerkschaften sowie durch Organisationen der Zivilgesellschaft.

Die Förderphase für diese Initiative endete mit Beginn des Jahres 2011. Die insgesamt 211  „Orte der Vielfalt“ engagieren sich weiter für ein demokratisches Miteinander.

Liste der Orte der Vielfalt [Download als PDF 46,5 KB]