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Modellprojekte zur Radikalisierungsprävention

Modellprojekte entwickeln und erproben innovative Ansätze im Bereich der Demokratieförderung und Präventionsarbeit. Sie setzen an dringenden Fragen und Problemen an, werden wirkungsorientiert geplant und umgesetzt und sind partizipativ gestaltet. Bewähren sich die in den Modellprojekten erprobten Methoden und Ansätze, sollen die in der Projektarbeit gewonnen Erkenntnisse auf die Arbeit anderer Träger oder Förderbereiche, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe, übertragen werden. Ziel ist die Weiterentwicklung pädagogischer Praxis unter Berücksichtigung spezifischer lokaler Strukturen und deren Überführung in die Regelstrukturen.

Eine Reihe von im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geförderten Modellprojekten widmet sich der Prävention von Radikalisierungsprozessen in den Bereichen Rechtsextremismus, Ultranationalismus, gewaltorientierte islamistische, salafistische Phänomene bzw. Instrumentalisierungen des Islam sowie gewaltorientierte und demokratiefeindliche Erscheinungsformen linker Militanz.

Die Projekte setzen in konfliktbelasteten Sozialräumen an und entwickeln Strategien der Auseinandersetzung mit dem Ziel einer konstruktiven, demokratisch ausgerichteten Bearbeitung der Problem- und Konfliktlagen. Entsprechend der unterschiedlichen gesellschaftlichen Verbreitung der genannten Phänomene sowie den verschiedenen Ausprägungen, Wechselwirkungen und Ursachen von Radikalisierungsprozessen bei jungen Menschen sollen die Modellprojekte heterogene Zugänge, verschiedene sozialräumliche Ansätze sowie unterschiedliche Deeskalations- und Distanzierungsstrategien erproben.

Zu den Projekten gehören unter anderem die Erprobung von Maßnahmen zur Radikalisierungsprävention im Internet, in den sozialen Medien sowie zur Auseinandersetzung mit Internetangeboten politisch radikalen Inhalts, die Erprobung von Strategien peerbasierter Distanzierung, die Weiterentwicklung von Angeboten der Arbeit mit Eltern betroffener junger Menschen oder von Trainings mit politisch bzw. religiös motivierten jugendlichen Gewalttätern bzw. –täterinnen.

Die Förderbedingungen sind Förderleitlinien für das Jahr 2016 und den Förderleitlinien für das Jahr 2017 zu entnehmen.