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Dialogwerkstatt für kommunale Verantwortliche und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Kanzleramt

18.12.2015

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und die Integrationsbeauftrage Aydan Özoğuz haben am 18. Dezember 2015 mit rund 130 kommunal Verantwortlichen und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern an der Dialogwerkstatt "'Demokratie leben!' Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern" im Bundeskanzleramt teilgenommen. Sie diskutierten über gemeinsame Strategien einer gelungenen Willkommenskultur sowie gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Manuela Schwesig spricht während der Dialogwerkstatt im Bundeskanzleramt, Bildnachweis: BMFSFJ
Manuela Schwesig spricht während der Dialogwerkstatt im Bundeskanzleramt, Bildnachweis: BMFSFJ
Manuela Schwesig und Aydan Özoğuz mit den Teilnehmenden der Dialogwerkstatt im Bundeskanzleramt, Bildnachweis: Thomas Köhler/photothek
Manuela Schwesig und Aydan Özoğuz mit den Teilnehmenden der Dialogwerkstatt im Bundeskanzleramt, Bildnachweis: Thomas Köhler/photothek

Engagierten den Rücken stärken

"Jeder Angriff auf Engagierte, Flüchtlinge oder eine Unterkunft, ist ein Angriff auf uns, unsere Demokratie und unsere offene Gesellschaft. Die Zunahme von Hetze und Gewalt ist erschreckend. Umso wichtiger ist, dass wir als Gesellschaft diesen Angriffen, Anfeindungen und Einschüchterungsversuchen die Stirn bieten", sagte Manuela Schwesig. "Ich finde, es ist ein starkes Zeichen, dass wir heute gemeinsam hier Antworten gegen Menschenfeindlichkeit und für eine offene Gesellschaft diskutieren. Wir brauchen Strategien und den Austausch untereinander – zwischen Kommunen, Landkreisen und Bund. Mit zusätzlichen Mitteln aus unserem Bundesprogramm 'Demokratie leben!' wollen wir den Menschen, die sich vor Ort für Flüchtlinge engagieren, den Rücken stärken. Dem rechten Hass und der Gewalt müssen wir eine starke Gemeinschaft entgegenstellen. Nur gemeinsam sind wir stark!"

Bundesprogramm "Demokratie leben!"

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" statt, mit dem das Bundesfamilienministerium deutschlandweit zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürgern fördert, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen.

Neue Broschüre zeigt Handlungsansätze

Eingeladen waren Kommunen, die mit Mitteln aus dem Programm darin gefördert werden, eine lokale Strategie zur Förderung von Demokratie und Vielfalt zu entwickeln und vor Ort eine "Partnerschaft für Demokratie" aufzubauen sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren. Viele der Teilnehmenden haben auch Beiträge für die neue Broschüre "Willkommenskultur vs. Rechtsextremismus. Handlungsansätze aus der Arbeit vor Ort" (PDF, 1.9 MB) geliefert, die ebenfalls in dieser Runde vorgestellt wurde.

Im Mittelpunkt der Dialogwerkstatt standen Fragen zur Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen und rechtsextremen Aktivitäten in den Kommunen, aber auch zur Gestaltung von Integration und Willkommenskultur. Im Anschluss an das Gespräch gaben Prof. Dr. Naika Foroutan (Berliner Institut für Migrationsforschung), Dr. Reiner Becker (Universität Marburg) und Manfred Weiß, Ehrenamtskoordinator aus Weiden in der Oberpfalz,  in einer Expertenrunde Impulse für eine vielfältige Willkommenskultur, für die ehrenamtliche Arbeit und Handlungsoptionen gegen rassistische Bürgerbewegungen.