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Konferenz zur Teilhabe von Roma und Sinti eröffnet

22.11.2017

Strategien gegen die Diskriminierung von Roma und Sinti wurden auf der Konferenz „Every Day is Romaday!“ diskutiert. Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley hat dazu ein breites Bündnis mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Behörden, Bildungseinrichtungen und der Zivilgesellschaft begrüßt.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley eröffnet die Konferenz
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley eröffnet die Konferenz (Bildquelle: BMFSFJ)
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley eröffnet die Konferenz
Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley eröffnet die Konferenz (Bildquelle: BMFSFJ)

Am 22. November fand in Berlin die Konferenz „Every Day is Romaday!“ statt. Der Dialog mit Politik, Behörden und Bildungseinrichtungen soll zum Abbau von immer noch verbreitetem Antiziganismus beitragen. Gleichzeitig hat der Veranstalter, das „Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas“, die bisher in Deutschland umgesetzten Antidiskriminierungsmaßnahmen aufgezeigt.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley betonte:

Der Kampf gegen Vorurteile und Ressentiments ist nicht einfach. Und er ist nicht schnell gewonnen. Wir brauchen gute Ideen und tatkräftige Unterstützung, wenn wir bestehende Diskriminierungen von Sinti und Roma beenden wollen. Sei es beim Zugang zu Bildung, zu Wohnungen oder dem Arbeitsmarkt. Und wir müssen darüber sprechen, dass das Leben der Roma in Deutschland eine Bereicherung für unsere Kultur darstellt. Die Initiatoren von 'Every day is Romaday!' leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

 

Die Veranstaltung wurde durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Anlass der Konferenz ist die Einweihung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas vor fünf Jahren.

Bereits im Vorfeld der Konferenz fanden Fachtage in den Bundesländern und Workshops in Schulen statt. Gemeinsam mit Jugendlichen, mit kommunalen und regionalen politischen Akteuren, und mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalverbände wurden Strategien diskutiert, um bestehende Diskriminierungen von Sinti und Roma abzubauen. Auf dieser Grundlage wurden auf der Konferenz Handlungsempfehlungen für notwendige Veränderungen entwickelt.

Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert das Bundesfamilienministerium das Engagement von Initiativen, Vereinen und Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, islamistischen Extremismus und andere Formen von Demokratie- und Menschenfeindlichkeit einsetzen.

Dazu gehört zum Beispiel auch das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, das Bildungsarbeit leistet, Vorfälle von Antiziganismus dokumentiert und einen Begegnungsraum schafft. Zehn Modellprojekte, die sich mit dem Thema Antiziganismus beschäftigen, werden ebenfalls gefördert. Eines davon ist das Projekt „Dikhen amen! Seht uns!“, das jungen Roma und Sinti dabei hilft, Selbstbewusstsein und Selbsthilfekräfte zu entwickeln.