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Deutscher Engagementpreis für Dolmetschen in Kitas und Netzwerk gegen Rechts

06.12.2017

Die Programmpartner Friedenskreis Halle und Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg wurden für ihr freiwilliges Engagement mit dem  Deutschen Engagementpreis 2017 ausgezeichnet. Der Friedenskreis bildet Dolmetscherinnen und Dolmetscher aus, die Allianz mobilisiert Widerstand gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus.

Stefan Doll ist Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus. Bild: Harry Weber/Deutscher Engagementpreis
Stefan Doll ist Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus. Bild: Harry Weber/Deutscher Engagementpreis
Maxi Kupetz ist eine Dolmetscherin im ElKiS-Projekt des Friedenskreises Halle. Bild: Harry Weber/Deutscher Engagementpreis
Maxi Kupetz ist eine Dolmetscherin im ElKiS-Projekt des Friedenskreises Halle. Bild: Harry Weber/Deutscher Engagementpreis

Der Deutsche Engagementpreis will die Anerkennung von freiwilligem Engagement in Deutschland stärken und wird seit 2009 vergeben. Träger des Preises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Versicherung Generali Deutschland AG und die Deutsche Fernsehlotterie.

Das ElKiS-Projekt des Friedenskreises Halle e. V. bildet freiwillige Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Kitas aus, die kulturell sensibel zwischen Eltern und Erziehern vermitteln. Die Dolmetscherinnen und Dolmetscher – ElKis genannt – sollen Brücken zwischen Erziehenden und Eltern bilden, indem sie übersetzen und bei sprachlich und kulturell bedingten Verständigungsschwierigkeiten vermitteln. Dabei erhalten sowohl frühkindliche Bildungseinrichtungen als auch Eltern Informationen über länderspezifische Bildungsstrukturen und Kontexte.

Im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wird der Friedenskreis Halle mit einem Projekt im Bereich „Ausgewählte Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Demokratiestärkung im ländlichen Raum“ gefördert.

Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg wurde für ihren Kampf um eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus mit dem Deutschen Engagementpreis geehrt. Mit Veröffentlichungen, Kampagnen, Workshops und Seminaren will sie zum friedlichen und solidarischen Miteinander betragen.

Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg wurde unter anderem auf Initiative des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg gegründet, das im Bundesprogramm im Bereich „Partnerschaften für Demokratie“ gefördert wird. Aus der Allianz hat sich ein bundesweites Netzwerk aus rund 150 Kommunen und etwa 180 zivilgesellschaftlichen Initiativen, Organisationen und Institutionen entwickelt.