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Broschüre „Vernetzter Hass“ von jugendschutz.net vorgestellt

14.02.2017

Am 14. Februar hat Bundesjugendministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit der Initiative jugendschutz.net und der Bundeszentrale für politische Bildung aktuelle Erkenntnisse und Gegenstrategien zu jugendgefährdenden rechtsextremen Inhalten im Internet vorgestellt und diskutiert.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig mit bpb-Präsident Thomas Krüger und dem stellvertretenden Leiter von jugenschutz.net, Stefan Glaser; Bildnachweis: BMFSFJ
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig mit bpb-Präsident Thomas Krüger und dem stellvertretenden Leiter von jugenschutz.net, Stefan Glaser; Bildnachweis: BMFSFJ

Rechtsextreme versuchen verstärkt, Jugendliche im Internet zu ködern. Themen wie Hip-Hop oder Onlinespiele nutzen sie als Türöffner. Mit Fake-News schüren sie zudem Hass gegen Geflüchtete, Muslime und andere Minderheiten. Aktuelle Erkenntnisse zum Rechtsextremismus im Netz haben am 14. Februar das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bundeszentrale für politische Bildung und jugendschutz.net in Berlin vorgestellt.

Zuvor hatte der stellvertretende Leiter von jugendschutz.net, Stefan Glaser, die Ergebnisse des Monitorings 2016 präsentiert: Gegen 1678 rechtsextreme Angebote ist jugendschutz.net 2016 vorgegangen. 94 Prozent wurden bei Facebook, YouTube und Twitter festgestellt. In über 80 Prozent der Fälle gelang es, über eine Kontaktaufnahme zum Anbieter die Inhalte schnell zu entfernen oder für den Zugriff aus Deutschland sperren zu lassen. Stefan Glaser erklärte, dass Falschmeldungen gezielt lanciert würden, um Hass zu schüren. Die mediale Inszenierung habe dabei eine neue Qualität erreicht, der extremistische Hintergrund sei häufig verschleiert.

Auf der Veranstaltung wurde die neue Broschüre "Vernetzter Hass" vorgestellt, die Werbestrategien Rechtsextremer im Internet beleuchtet und die Gegenmaßnahmen von jugendschutz.net vorstellt. Zudem wurde das Faltblatt "Achtung Hinterhalt" verteilt.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert jugendschutz.net im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Einer der neuen Programmschwerpunkte wird 2017 das Thema "Stärkung des Engagements im Netz - gegen Hass im Netz" sein.

jugendschutz.net