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Archiv der Jugendkulturen präsentiert Ausstellung „Der z/weite Blick“

10.11.2017

Das Archiv der Jugendkulturen hat seine überarbeitete, aktualisierte und erweitere Ausstellung „Der z/weite Blick“ in Berlin präsentiert. Auf 22 Rollup-Displays thematisiert sie Jugendkulturen und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischen Rassismus, Exotismus, Sexismus und Homosexuellen- und Transfeindlichkeit sowie Hate Speech und Social Media.

Ausstellung Der z/weite Blick, Bildquelle: Archiv der Jugendkulturen
Die überarbeitete, aktualisierte und erweitere Ausstellung „Der z/weite Blick“ in Berlin, Bildquelle: Archiv der Jugendkulturen

Die Ausstellung stellt Initiativen und Künstlerinnen und Künstlern aus Jugendkulturen und Mainstream vor, die sich zivilgesellschaftlich gegen Diskriminierungen engagieren.

„Mit der Ausstellung möchten wir einen Einblick in die positive Vielfalt geben, aber auch die Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen von Jugendkulturen und Mainstream zeigen“, sagte Gabriele Rohmann, Leiterin des Archivs der Jugendkulturen. Sie soll zur kritischen Diskussion und Selbstreflexion anregen, dafür sensibilisieren, Diskriminierungen zu erkennen und Menschen ermutigen, gegen Diskriminierungen und für eine Kultur der Gleichwertigkeit aktiv zu werden.

Menschenfeindlichkeit als Teil von Pop- und Jugendkulturen

Prof. Dr. Andreas Zick, Direktor des Instituts für internationale Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, betonte in seiner Begrüßungsrede, dass die Ausstellung die Wurzeln von Menschenfeindlichkeit im Kontext von Jugendkulturen nachvollziehbar und anschaulich aufzeige und gleichzeitig hinterfrage. Ob vergiftete soziale Vergleiche zwischen Gruppen, einfache Identitätsbildungsprozesse, das Spiegelbild von Dominanzversprechen in der Gesellschaft oder die Angst vor Vielfalt – das alles seien Bestandteile von Pop- und Jugendkulturen. Die Ausstellung emotionalisiere und fördere die Empathie mit unterstützungswürdigen Initiativen und schutzbedürftigen Menschen. Damit leiste sie einen wichtigen und kritischen Betrag gegen Populismus und Polarisierung.

Wanderausstellung

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Sie richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene. Schulen, Jugendeinrichtungen, Behörden, Museen, Kirchen, Stiftungen, Vereine, Verbände und weiteren Interessierte können sie ab sofort ausleihen. Begleitend zur Ausstellung bietet das Archiv der Jugendkulturen Vorträge, Workshops und Peer-Schulungen zum Themenfeld Jugendkulturen und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit an.

Das Archiv der Jugendkulturen hat die Ausstellung in einem feierlichen Rahmen am 8. November 2017 eröffnet. Die Homepage zur Ausstellung ist hier zu finden: www.der-z-weite-blick.de.

Das Archiv der Jugendkulturen wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.